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Zebraspringspinne

Vorkommen 

Abb Die Zebraspringspinne (Salticus scenicus) gehört zur Familie der Springspinnen. Diese Spinnenfamilie ist mit mehr als 5000 Arten die größte Spinnenfamilie auf der Welt. In Mitteleuropa leben knapp 100 Arten dieser häufig vorkommenden Spinnenart.

 

Die tagaktiven Springspinnen sind sonnenhungrig und wärmeliebend. Daher sind die meisten Arten im sonnigen Süden zu finden.

 

In Deutschland ist die Zebraspringspinne allgemein verbreitet und eine der häufigsten Springspinnen. Sie bevorzugt sonnenbeschienene Wände, aber auch Mauerwerk, Zäune, Baumstämme und Felsen als Jagdrevier.

Aussehen 

Ihren Namen verdankt die 5 – 7 mm große Zebraspringspinne einerseits ihrem ausgeprägten Sprungvermögen und andererseits ihren schwarzweißen Streifen, die an ein Zebra erinnern.

 

Sie hat auffällig große Frontaugen und weitere sechs Augen auf ihrem Vorderleib, die in drei Querreihen angeordnet sind. Durch diese Anordnung der Augen kann die Zebraspringspinne sogar nach hinten sehen.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Spinnenarten kann die Zebraspringspinne sehr gut sehen - im Nahbereich sogar besser als der Mensch.

 

Lebensweise – Nahrung - Fortpflanzung 

Abb Die Zebraspringspinnen bauen im Gegensatz zu anderen Spinnen kein Netz, vielmehr machen sie vorzugsweise Jagd auf Fliegen, die sich sonnen.

 

Nach katzenartigem Anschleichen werden diese aus kurzer Entfernung mit kühnem Sprung erbeutet und anschließend durch einen Giftbiss getötet. Die Spinne kann bei ihrem Kampf mit einer sich wehrenden Fliege nicht von der Wand fallen, da sie stets – auch im Sprung – einen an der Wand befestigten Sicherheitsfaden spinnt.

 

Die Männchen der Zebraspringspinne vollführen mit weit gespreizten, langen Chelizeren (die Giftklauen tragenden Mundwerkzeuge) auffallende Balztänze vor ihren Weibchen.

 

Begegnen sich zwei Männchen, kommt es zu bedrohlich aussehenden, aber verletzungsfreien Kämpfen.

 

Während man die Weibchen fast das ganze Jahr über an besonnten Wänden beobachten kann, sind erwachsene Männchen nur im späten Frühjahr zu finden. Die Zebraspringspinne wird etwa ein Jahr alt.

 

Da die Zebraspringspinne die Nähe des Menschen sucht und ein „lebhaftes“ Wesen hat, ist sie eine leicht zu beobachtende Art, die Kenntnis und Verständnis der für uns weitgehend verschlossenen Welt der Spinnen schaffen kann.

 

Für den Menschen ist das Gift der Zebraspringspinne völlig ungefährlich.

 

Quelle:
Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von:
http://www.deutschewildtierstiftung.de
Foto 1: H. Bellmann
Deutsche Wildtier Stiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Billbrookdeich 210
22113 Hamburg

Foto 2:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite
Titel: Zebraspringspinne mit Beute
Foto: soebe, 03.07.2004
http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License

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