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Wetterstern

Abb Diesen Pilzen sieht man sofort an zu welcher Ordnung sie gehören, denn ihr Fruchtkörper ist rund, allseitig geschlossen und entspricht der allgemeinen Vorstellung von Bauchpilzen. Neueste Untersuchungen stellten jedoch überraschend fest, dass der Wetterstern wohl nicht zu den bekannten Boviden zählt, sondern eher mit den Steinpilzen verwandt ist und damit zu den Röhrlingen zählt.

Der Wetterstern wächst in Nahrungsgemeinschaft (Symbiose) mit den Wurzeln von Nadelbäumen kugelförmig auf trockenen sandigen Böden in lichten Kiefernwäldern. An besonders geeigneten Stellen sind Massenvorkommen zu beobachten. Er bildet damit einen wichtigen Bestandteil des Ökosystems "Wald".

Vor allem im Herbst reißt bei feuchter Luft die helle Außenhaut in 7 - 15 spitz zulaufende Lappen auf. In der Mitte kommt ein Bällchen zum Vorschein, das die Sporenmasse enthält. Die Sternenzacken tragen auf der Innenseite ein auffallend leopardenfellartiges Muster. An diesem Muster, das eine Verwechslung mit anderen Erdsternen ausschließt, kann auch der Laie diesen interessanten Pilz erkennen.

Bei trockenem Wetter schließen sich die Zacken wieder, denn nur bei feuchter Witterung kommt es zum Austritt der Sporen. Der Wetterstern erhielt aufgrund dieser Erscheinung nicht nur seinen deutschen, sondern auch seinen lateinischen Namen. In früheren Jahrhunderten sollen Naturkundige ihn zur Wettervorhersage genutzt haben.

Übrigens ist es nicht ratsam, einen schön ausgebreiteten Wetterstern mit nach Hause zu nehmen. Es kann passieren, dass er sich bei den warmen Zimmertemperaturen wieder in eine harte Kugel verwandelt und dann kaum noch wiederzuerkennen ist.

Der Wetterstern ist weltweit verbreitet, seine größte Verbreitung hat er in Südeuropa. In den nördlichen Gebieten ist er seltener. Aber auch in Norddeutschland ist der Pilz des Jahres durchaus noch an zu treffen. Pilzexperten stellen allerdings für die vergangenen 25 Jahre einen Rückgang der Bestände fest.

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat den Wetterstern zum „Pilz des Jahres 2005“ gewählt, um auf einige der bizarrsten Gestalten im Pilzreich hinzuweisen, die im Laufe der Evolution sowohl in der Verwandtschaft der Korallenpilze als auch in jener der Steinpilze entstanden sind.

Der Wetterstern ist nicht essbar.

 

 

Quelle:
Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von:
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Foto: DGfM / Deutsche Gesellschaft für Mykologie

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