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Brand-Knabenkraut

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Der Arbeitskreis Heimische Orchideen hat mit dem Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata) auf eine Pflanze aufmerksam gemacht, die kaum bemerkt aus unserer Kulturlandschaft verschwindet.

Frost und Trockenheit können der zierlichen Pflanze nichts anhaben, besonders empfindlich reagiert sie jedoch auf Nährstoffeinträge. Aber auch das Ausbleiben einer Nutzung und Verbuschung führen zum Rückgang der Orchidee.

Der bevorzugte Lebensraum des Brand-Knabenkrautes sind magere, trockenwarme Wiesen.
In Deutschland ist es nördlich der Mittelgebirge praktisch ausgestorben. In der nationalen Roten Liste ist das Knabenkraut als „stark gefährdet“ eingestuft.
In Süd-Deutschland gibt es noch größere Restvorkommen.

Das Brand-Knabenkraut ist mit einer Höhe von 20 bis 30 Zentimetern ziemlich klein. Ungefähr 60 nach Honig duftende Blüten umfasst der Blütenstand. Die Blüten sind aus purpurnen Blütenhüllblättern und einer weißen Lippe mit roten Punkten aufgebaut.

Die oberen Blüten sind dunkelpurpur bis schwarzbraun gefärbt. Sie lassen die Orchidee angebrannt aussehen und standen so Pate bei der Namensgebung. Die Blütenpracht entfaltet sich von Mitte Mai bis Mitte Juni. Einige Bestände blühen erst ab Mitte Juni bis Mitte August.

Fliegen bestäuben das Brand-Knabenkraut. Die Vermehrung erfolgt jedoch nicht nur über Samenflug, sondern hauptsächlich über Tochterknollen. Oft kommen Knabenkrauthorste mit eng beieinander stehenden Blütenständen vor.

Das Aussterben des Brand-Knabenkrauts geht mit dem Verlust folgender Lebensräume einher: Halbtrockenrasen gemäht und beweidet, Berg- und Tal-Mähwiesen sowie Streuwiesen.

 

 

Quelle:
Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von:
http://www.deutschewildtierstiftung.de
Foto: AHO / Arbeitskreis Heimische Orchideen
Deutsche Wildtier Stiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Billbrookdeich 210
22113 Hamburg

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