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Brasilianischer Riesenotter

Der Brasilianische Riesenotter war früher von Kolumbien bis Argentinien verbreitet.
Heute gibt es nur noch vereinzelte Restbestände.
Der heutige Gesamtbestand in Südamerika wird auf weit weniger als 3.000 Tiere geschätzt.

Brasilianische Riesenotter sind am Tag aktiv.
Sie leben in den flachen Flussläufen des tropischen Regenwaldes.
Dort verteidigen sie äußerst ruffreudig ihr Territorium gegenüber Artgenossen.

Abb

Der Brasilianische Riesenotter ist mit einer Gesamtlänge von etwa 2 m und einem Körpergewicht bis 32 kg der größte Vertreter der Marderartigen.
Das Fellkleid eines Riesenotters ist einheitlich braun gefärbt.
Eine Ausnahme bildet der cremefarbene Kehlfleck.
Er ist bei jedem Tier andersartig geformt und kann so als individuelles Erkennungsmerkmal genutzt werden.

Der Brasilianische Riesenotter verfügt als typischer Wasserbewohner über gut ausgeprägte Schwimmhäute und einen horizontal abgeflachten Schwanz.

Ein Brasilianischer Riesenotter frisst hauptsächlich Fische, Krebse und andere Wassertiere.

Brasilianische Riesenotter sind sehr gesellige Tiere.
Sie leben in festen Familienverbänden.
Ein Familienverband besteht aus einem lebenslang zusammenbleibendem Elternpaar und den Jungtieren der letzten drei Würfe.

Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 65 - 70 Tagen in einer Höhle in einer Uferböschung 1 - 5 Jungtiere zur Welt.
Die Jungtiere verlassen erstmalig nach 1 - 2 Monaten die Bruthöhle.
Mit 3 Jahren sind die Jungtiere dann ausgewachsen.

In Zoologischen Gärten sieht man Brasilianische Riesenotter sehr selten.
Im Jahr 1990 gelang in Hagenbecks Tierpark in Hamburg die einzige erfolgreiche Zucht außerhalb Südamerikas
 
In der Natur ist der Brasilianische Riesenotter stark von der Ausrottung bedroht, weil der tropische Regenwald immer mehr abgeholzt wird.

Die Brasilianischen Riesenotter auf dem Foto leben im Duisburger Zoo.

Quelle: Foto: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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