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Schopfgibbon

Schopfgibbons leben in den dichten Regenwälder Südostasiens.

Ihren Namen haben diese Gibbons wegen der längeren aufrecht stehenden Kopfhaare beim männlichen Tier.

Ein Schopfgibbon erreicht eine Körpergröße von 45 - 65 cm und wird 5 - 6 kg schwer.
Wie alle Gibbons sind auch die Schopfgibbons hervorragend an das Leben in Bäumen angepasst.
Ihre kräftigen Arme und Hände sind stark verlängert und ermöglichen mit den wie Greifhaken wirkenden Finger ein geschicktes Schwinghangeln im hohen Geäst der Urwaldbäume.
Schopfgibbons klettern nur sehr selten auf den Waldboden, wo sie in aufrechter Haltung laufen und versuchen, mit den überlangen Arme das Gleichgewicht zu halten.

Abb

Schopfgibbons leben in einem festen Familienverband.
Er besteht aus dem Elternpaar und Jungtieren verschiedenen Alters.
Nach einer Tragzeit von etwa 7 Monaten bringt das Schopfgibbonweibchen immer nur ein Junges zur Welt.
Bei der Geburt wiegt es 300 - 400 g.
Es wird insgesamt 2 Jahre lang von der Mutter betreut.
5 - 7 Jahre lang bleiben die Jungtiere im Elternverband.
Die Familie bewohnt ein festes Gebiet, das gegenüber Artgenossen verteidigt wird.
Mit lauten Rufen stecken die Schopfgibbons jeden Tag die Grenzen ihres Reviers ab.

Schopfgibbons können über 20 Jahre alt werden.

Der Bestand der Schopfgibbons im Freiland ist in den letzten Jahren stark rückläufig.
Verbotene Bejagung und vor allem die anhaltende Zerstörung des natürlichen Lebensraumes durch Abholzung der Wälder führten gebietsweise zur Ausrottung der Schopfgibbons.
Strenge Schutzmaßnahmen sollen das Überleben der letzten Schopfgibbons sichern.

Der Schopfgibbon auf dem Foto lebt im Duisburger Zoo.

Quelle: Foto: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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