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Wasserskorpion

Wasserskorpione kommen in großen Teilen Europas, in Afrika und im nördlichen Asien (ohne China) vor.

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Ein Wasserskorpion wird 17 - 25 mm lang, hinzu kommt ein etwa 10 mm langes Atemrohr am Hinterleibsende.
Die Breite eines Wasserskorpions beträgt 6 - 10 mm.

Wasserskorpione sind dunkel- bis grau-braun, teilweise auch rötlich gefärbt.
Der Körper ist flach und kräftig.
Der kleine Kopf ist dreieckig.
Er besitzt zwei kugelförmige Augen sowie einen kurzen Saugrüssel.
Das vordere Beinpaar ist zu Fangbeinen umgebildet.

Weil ein Wasserskorpion mit den Fangbeinen und dem Atemrohr fast wie ein kleiner Skorpion aussieht, wird er auch so genannt.
Allerdings hat er nichts mit einem Skorpion zu tun, vielmehr gehört er zu den Wasserwanzen.

Zur Fortbewegung benutzt der Wasserskorpion seine Mittel- und Hinterbeine.
Die Fortbewegung im offenen Wasser ist recht unbeholfen, denn dem Wasserskorpion fehlen die Schwimmborsten an den Beinen.

Unter den Flügeln besitzt der Wasserskorpion eine Luftblase.
So kann er an der Oberfläche von tieferen Gewässern schwimmen, ohne abzusinken.
Obwohl ein Wasserskorpion voll entwickelte Flügel besitzt, kann er in der Regel nicht fliegen.

 

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Wasserskorpione leben vorzugsweise in ufernahen Flachwasserzonen stehender bzw. langsamfließender, schlammiger Gewässer.

Dort sitzen sie an Wasserpflanzen, im Schlamm oder auf alten Blättern, wo sie auf Nahrung lauern.
Diese besteht aus Wasserflöhen, Insektenlarven,  jungen Kleinfischen und Kaulquappen.

Wenn sich dem Wasserskorpion ein Beutetier nähert,  klappt der vordere Fuß blitzschnell in Richtung Unterschenkel und klemmt das Opfer ein.
Dann sticht der Wasserskorpion seine Beute mit dem Mundrüssel an und saugt die Beute anschließend aus.

Der Wasserskorpion hält sein Atemrohr stets in Reichweite der Wasseroberfläche.
Es kommt nur selten vor, dass sich ein Wasserskorpion in tieferen Bereichen von Gewässern oder an Land aufhält.

Wenn ein Wasserskorpion nicht sitzt oder ruht, bewegt er sich meist im Schreitgang pirschend auf dem flachen Grund fort.

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Das Weibchen legt im Frühjahr Eier in verfaulten Pflanzenteilen oder Algenwatten ab.
Die Eier besitzen mehrere (meist sieben) Atemfäden.
Die Atemfäden haben Kontakt zur Wasseroberfläche und dienen der Versorgung mit Sauerstoff.
Zwischen Mai und Juli schlüpfen die Larven aus den Eiern.

Sie durchlaufen fünf durch Häutungen getrennte Entwicklungsstadien.
Etwa im September erreichen sie dann das Erwachsenenstadium.

Wasserskorpione überwintern auf dem Grund von schlammigen Gewässern.
Wasserskorpione können mehrere Jahre alt werden.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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