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Sprache des Hundes 2

Beschwichtigungssignale der Hunde

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Im Zusammesein mit Hunden tun wir uns oft schwer damit, richtig mit dem Tier zu kommunizieren. Wir teilen dem Hund etwas mit und er soll lernen, das zu verstehen und richtig darauf zu reagieren. Wir sprechen dabei ZU unserem Hund, aber nicht MIT ihm. Das führt zu vielen Missverständnissen und Problemen.

Dabei haben uns die Hunde viel zu sagen und teilen uns eigentlich ständig mit, wie es ihnen geht. Sie verfügen über einen großen Schatz an Kommunikationsmöglichkeiten, mit dem sie zu Artgenossen und Menschen "sprechen". Vor allem das Wissen um die sogenannten "Beschwichtigungssignale" (englisch "Calming signals") kann das Verständnis für die Hunde sehr bereichern und somit die Beziehung zwischen Mensch und Tier verbessern.

Beobachtungen an frei lebenden Wölfen haben gezeigt, dass sie sich meisterhaft im Konfliktlösen verhalten.
Auch unsere Hunde tun das, denn sie möchten Auseinandersetzungen immer vorbeugen.

Die norwegische Hundeexpertin und -trainerin Turid Rugaas führte dazu bereits in den 80er Jahren eine große Untersuchung durch, die zeigte, dass alle Hunde diese Sprache vom Welpenalter an anwenden und verstehen.
Diese Signale werden bei der Begegnung mit anderen Hunden angewandt und auch im Umgang mit uns Menschen.

Hunde untereinander erhalten immer eine Antwort auf ausgesandte Beschwichtigungssignale. Das Gegenüber zeigt "O.k., ich erkenne, dass du beunruhigt bist - von mir geht keine Gefahr aus, entspann dich". Der Umgang mit Menschen kann für den Hund leider oft sehr frustrierend sein. Er spricht zu uns, teilt uns mit, wie er sich fühlt - und wir antworten ihm nicht. Oder schlimmer: Wir bestrafen ihn vielleicht sogar, wenn er ein solches Signal zeigt, weil wir es fälschlicherweise als Ungehorsam oder Sturheit deuten.
Viele Hunde verlernen diese Sprache deshalb leider im Laufe ihres Lebens wieder.

 

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Beschwichtigungssignale wenden Hunde in vielen verschiedenen Situationen an. Sie tun dies, wenn sie etwas beunruhigt oder wenn sie merken, dass jemand anderes (Hund oder Mensch) beunruhigt ist. Sie beschwichtigen damit also sich selbst genau so wie ihr Gegenüber bzw. das, was sie beunruhigt.

Es ist ganz wichtig, dass wir die Hunde darin unterstützen, dass sie diese Sprache gebrauchen. Denn so können zum Beispiel Konflikte unter Artgenossen viel schneller erkannt und vermieden werden!

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Wirkungsvolle und häufig zu beobachtende Signale sind:

die Nase lecken ("züngeln", Bild 1),
gähnen (Bild 2),
den Kopf oder Körper abwenden (Bild 3),
blinzeln (Bild 4),
langsame Bewegungen oder ein Einfrieren der Bewegungen,
Schwanzwedeln,
am Boden schnüffeln,
einen Bogen um das Gegenüber laufen, ...

 

Quelle:
Fotos 1 und 2: www.pixelquelle.de
Fotos 3 und 4: Mit freundlicher Genehmigung von T. Andrae-Wagner, Tierhilfe Ibiza e.V., www.hundehilfe-ibiza.de

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