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Ohrengeier

Ohrengeier kommen in weiten Teilen Afrikas sowie Teilen der Arabischen Halbinsel vor.
Dort besiedeln sie vom Menschen kaum oder gar nicht bewohnte trockene Landschaften.
Hauptsächlich leben sie in Trockensavannen mit wenig oder fehlender Grasbedeckung des Bodens.
Sie kommen aber auch in Wüsten und Halbwüsten mit auf Wadis beschränkten Baumbeständen und Berghängen vor
Wenn der Ohrengeier Nahrung sucht, fliegt er auch in Gebiete mit dichterer Vegetation.
Er ist  dann auch in stärker von Menschen benutzten Bereichen anzutreffen, zum Beispiel an Straßenrändern.
Ohrengeier kommen regelmäßig bis in eine Höhe von 3.000 m vor, manchmal sogar bis in 4.500 m Höhe.

Abb

Mit einer Körperlänge von 95 -115 cm und einer Spannweite von 250 - 290 cm zählt der Ohrengeier zu den größten Greifvögeln.
Ohrengeier in Ostafrika werden 5,4 - 9,2 kg schwer.

Ohrengeier sind fast einfarbig schwärzlich dunkelbraun.
Der Rücken und die Oberflügeldecken sind dunkelbraun.
Die Schwingen und die Steuerfedern sind oberseits noch etwas dunkler schwarzbraun.
Die Brust und der Bauch sind auf weißem Grund kräftig braun gestreift.
Die Unterflügeldecken sind ebenso dunkel wie die Schwingen.
Auf den Unterflügeln ist ein schmales weißes Band ausgebildet.
An den Halsseiten und den Beinen fehlen die Deckfedern.

Der Kopf eines Ohrengeiers ist ebenso wie die Vorderseite des oberen Halses unbefiedert, faltig und blassrosa gefärbt.
Wenn ein Ohrengeier erregt ist, färben sich die nackten Kopf- und Halsbereiche intensiver rot. Der Schnabel ist sehr große und kräftig.
Er ist hell gelblich hornfarben oder grünlich braun.
Auf dem First ist der Oberschnabel sehr dunkel.
Die Wachshaut ist bläulich.
Die unbefiederten Teile der Beine sowie die Zehen sind blassblau bis -grau.
Die Iris ist dunkelbraun.

Ohrengeier fressen hauptsächlich Aas, wobei sowohl große Säugetiere als auch kleinere Säuger, Vögel sowie Reptilien wie Warane und andere Echsen gefressen werden.
Ihre Jungen füttern die Ohrengeier mit kleineren Wirbeltieren.

Ohrengeier brüten einzeln in Paaren.
Sie bauen ein etwa 2,20 m breites und 0,30 - 0,70 m hohes Nest in 3 bis 15 m Höhe auf der Krone einer Akazie oder eines anderen kleinen Baumes.
Das Nest besteht aus Ästen und wird mit Fellfetzen, Haaren und trockenem Gras ausgepolstert.
Ein Ohrengeierweibchen legt ein bis zwei Eier.
Die Eier sind weiß mit braunen Flecken und werden 54 - 56 Tage lang bebrütet.
Im Normalfall wird nur ein Jungvogel flügge.

Wegen der starken Sonneneinstrahlung muss der Jungvogel bis zu einem Alter von etwa 30 Tagen von den Eltern fast ununterbrochen beschattet werden.
Der Jungvogel wird in dieser Zeit von einem Altvogel gefüttert.
Danach kann er selbstständig vom Nestrand aus fressen.
Wenn ein Jungvogel 55 bis 68 Tage alt ist, beginnt er nach Futter zu betteln, indem er aggressiv nach dem Schnabel der Altvögel hackt.
Nun übernachtet kein Altvogel mehr auf dem Nest, sondern auf einem benachbarten Baum. Der Jungvogel beginnt mit etwa 90 Tagen mit Flugübungen.
Er verlässt das Nest im Alter von 125 - 135 Tagen.
Danach bleiben die Jungvögel noch vier bis sechs Monate lang von den Eltern abhängig.

Quelle: Foto: Medienwerkstatt Mühlacker (JI)

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