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Der Untergang der Titanic - Teil 2

Abb Mit ihren drei Propellern konnte die Titanic eine Reisegeschwindigkeit von 21 Knoten erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 23 bis 24 Knoten.

In den insgesamt 159 Öfen verbrauchte die Titanic auf See 620 bis 640 Tonnen Kohle pro Tag. Ihre Bunker konnten bis zu 6.700 Tonnen Kohle aufnehmen.

Die vier Schornsteine der Titanic hatten eine Höhe von 24,54 bis 24,84 Meter. Der hinterste Schornstein war allerdings lediglich eine Attrappe.

Er diente hauptsächlich dem besseren Aussehen, denn zu damaliger Zeit waren Schiffe mit vier Schornsteinen sehr beliebt. Er wurde aber auch zur Belüftung der Kesselräume und als Abzugskanal für den Küchenbereich genutzt.

Die Funktechnik an Bord entsprach damals dem neusten Standard und hatte eine Reichweite von 400 Meilen – nachts teilweise sogar bis zu 2000 Meilen. Ein sehr großer Teil des Innenraumes auf der Titanic wurde für die Einrichtung der ersten Klasse verwendet. Hier gab es hochelegante Suiten, prunkvolle Rauch- und Speisesäle und an Deck ein großes, nur für die erste Klasse reserviertes Promenadendeck.

Die dritte Klasse war hingegen sehr bescheiden eingerichtet. Den Passagieren standen hier nur enge Kabinen mit bis zu vier Doppel- und Hochbetten zur Verfügung.

Auch die Aufenthaltsräume der dritten Klasse waren wesentlich kleiner und wiesen keinen Luxus auf.

Die zweite Klasse auf der Titanic entsprach in etwa dem Standard, den ältere Schiffe ihren Passagieren in der ersten Klasse boten.

Durch ihre Sicherheitsausstattung galt die Titanic damals als ein Wunderwerk der Technik.

Der Rumpf war in 16 Stahlelemente aufgeteilt, die durch vollautomatische Wasserschutztüren absolut wasserdicht abgeschottet werden konnten. Diese Technik sollte das Schiff unsinkbar machen.

Als Abstellplatz für die Rettungsboote war bereits während des Baus das oberste Deck, was in Bereiche für die erste und zweite Klasse unterteilt war, vorgesehen.

Zu Beginn der Bauzeit waren zunächst 64 Rettungsboote auf dem oberen Deck geplant. Doch zugunsten einer besseren Aussicht auf dem Promenadendeck betrug die tatsächliche Anzahl der Rettungsboote später nur 20.

Diese Entscheidung sollte bei der Jungfernfahrt vielen Menschen zum Verhängnis werden, denn um alle Passagiere aufzunehmen, wären mindestens 63 Rettungsboote erforderlich gewesen.

Aus rechtlicher Sicht war diese Entscheidung nur deshalb möglich, weil nach einem Gesetz aus dem Jahre 1896 die Anzahl der Rettungsboote nach der Tonnage und nicht nach der Anzahl der Passagiere geregelt wurde.


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Quelle:
Foto: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:RMS_Titanic_sea_trials_April_2%2C_1912.jpg
The RMS Titanic beginning a day of sea trials, April 2, 1912.
Bild:RMS Titanic sea trials April 2, 1912.jpg
Image from U.S. NARA.
http://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain

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