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Hammerkopf - Video

Dieser Film wurde am 23. Juni 2014 im Gelsenkirchener ZOOM aufgenommen.

Der Hammerkopf wird auch Schattenvogel genannt.

Er ist in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet.
Auch auf Madagaskar sowie im Westen Jemens und Saudi-Arabiens ist er anzutreffen.
Der Hammerkopf hält sich hauptsächlich in Süßwassergebieten -  Seen, Flüssen, Sümpfen und auch an zeitweise vorhandenen Wasserlöchern - auf.
Das Wasser muss aber flach genug sein, damit er darin umherlaufen kann.
Manchmal kommt der Hammerkopf auch in Flussdeltas und Mangroven vor.
In seinem Lebensraum müssen Bäume vorhanden sein, die als Nist- und Ruheplätze gebraucht werden.

Seinen Namen hat er wegen seiner ungewöhnlichen Kopfform.
Durch den wie ein Gegengewicht zum Schnabel nach hinten abstehenden Federschopf erinnert der Kopf an einen Hammer.
Ein Hammerkopf wird bis zu 56 cm groß.
Der mächtige Schnabel ist etwa 8 cm lang.
Er ist seitlich zusammengedrückt und endet in einem kleinen Haken.

Am Tag und in der Dämmerung wird der Hammerkopf aktiv.
Während der Nacht sowie in der Mittagshitze ruht er.

Der Hammerkopf ist ein Einzelgänger.
Nur an den Ruheplätzen kommt er in Gruppen von bis zu 50 Vögeln vor.

Der Hammerkopf frisst hauptsächlich Fische und Amphibien.
Seine Lieblingsfische sind Raubwelse, Barben und Tilapien.

Bei den Amphibien bevorzugt er Krallenfrösche und deren Kaulquappen.

Selten werden auch Krebstiere, Insekten, Würmer und kleine Säugetiere gefressen.
Damit der Hammerkopf an seine Beute gelangen kann, wühlt er mit den Füßen den Grund auf und stochert dann mit dem Schnabel im Schlamm herum.
Manchmal fliegen die Hammerköpfe auch über die Wasseroberfläche und erbeuten Fische und Kaulquappen im Fluge aus dem Wasser.

Das Nest des Hammerkopfes ist außergewöhnlich.
Es wird hoch in den Bäumen gebaut und erreicht einen Durchmesser bis  zu 2 m.
Männchen und Weibchen bauen gemeinsam bis  zu 6 Monate daran.
Das Nest besteht aus bis zu 8000 Einzelteilen.
Zuerst werden Zweige aufeinandergehäuft und mit Schlamm aneinandergeklebt.
Danach werden die Wände errichtet.
Ein Kuppeldach schließt das Nest nach oben ab.
Von außen wird das Nest oft mit Zierrat (Knochen, Federn, Lumpen) behängt.
Auf der Unterseite befindet sich der einzige Zugang zu dem riesigen Nest.
Er mündet in einen Tunnel, der 10 - 15 cm breit und 40 - 60 cm lang ist.
Am Ende des Tunnels befindet sich die zentrale Nistkammer mit einem Durchmesser von 40 x 40 x 60 cm.
Ein Hammerkopfpaar baut meist mehrere Nester.
Sie halten mehrere Jahre und können immer wieder benutzt werden.
Während der Brut wird das Nest ständig erweitert und ausgebessert.
Auch anderen Tieren dient das Hammerkopfnest als Lebensraum.
So bauen kleine Singvögel ihre eigenen Nester auf der Außenseite des Riesennests.
Honigbienen, Ginsterkatzen, Mangusten, Warane, Schlangen, Nilgänse, Höckerglanzgänse, Falken, Tauben und Schwarzstörche finden sich als weitere Untermieter ein.
Allerdings sind sie nicht gleichzeitig mit einem brütenden Hammerkopfpaar anwesend, sondern eher sind sie die Bewohner eines verlassenen Nests.

Bei der Brut der 3 - 7 Eier wechseln sich Männchen und Weibchen ab.
Nach etwa 30 Tagen schlüpfen die Jungen als hilflose Nesthocker.
Sie tragen ein graues Dunenkleid, das nach wenigen Tagen durch Federn ersetzt wird.
Nach sechs Tagen bildet sich der charakteristische Schopf.
Nach 30 Tagen ähneln die Jungen bereits sehr den Altvögeln.
Nur der Schnabel braucht länger, um seine endgültigen Ausmaße zu erreichen.
Die Jungen werden von beiden Partnern gefüttert.
Nach etwa 47 Tagen sind die Jungen flügge.
Die Bruten der Hammerköpfe sind auffallend häufig erfolglos.
So bleibt die Hälfte der Eier unausgebrütet.
30 - 40 % der Jungvögel überleben nicht.
Die Hauptursache dafür ist der Einfall von Feinden, vor allem von Waranen, in das Nest.

Quelle: Video: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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