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Sonnenblume

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Die einjährige Sonnenblume (lat.: Helianthus annuus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Die kräftige, rauhaarige Pflanze mit ihren großen gesägten, herzförmigen Blättern und markhaltigen Stängeln kann an günstigen Standorten Höhen von 3 – 4 Meter erreichen.

Über eine kurze von dichtem Wurzelfilz umgebene Pfahlwurzel ist die Pflanze im Boden verankert.

Kennzeichnend für die Sonnenblume ist der tellergroße Blütenkorb mit den leuchtendgelben Zungenblüten und den inneren braunen Röhrenblüten.

Die Blütenstände haben in der Regel einen Durchmesser von 20 bis 50 Zentimetern, können gelegentlich aber auch fast einen Meter erreichen.

Die Blätter und Blütenkörbe drehen sich im Laufe des Tages immer zur Sonne. Ein Stoff, der den Wuchs der Pflanze regelt, wird auf der beschatteten Seite der Pflanze gespeichert, wenn der Lichteinfall nicht überall gleich groß ist.

Durch diesen gespeicherten Stoff wächst die im Dunkeln liegende Seite schneller als die von der Sonne beschienene Seite, so dass sich der Stängel der Sonne zuneigt.

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Aus den fremd- oder selbstbefruchteten Röhrenblüten reifen im Laufe des Sommers die bis zu 17 mm langen kantigen, schwarzen, weißen oder oft auch gestreiften Früchte.

Aufgrund des großen Anteils an hochwertigem fetten Öl sind die Früchte der Sonnenblume für die menschliche Ernährung sehr bedeutsam.

Sie enthalten 40 bis 50 % Rohfett und 15 bis 20 % Rohprotein.

Die alte mexikanische Kulturpflanze gelangte erst im 16. Jahrhundert durch spanische Seefahrer nach Europa. Ihre Bedeutung als Pflanzenöllieferant erkannte man aber erst um 1830 in Südrussland.

Seitdem wird die Sonnenblume in großem Stil angebaut. Zu den Hauptanbaugebieten gehören die Balkanländer, das Mittelmeergebiet, Russland, Indien, Argentinien und die USA.

Die Sonnenblumenkerne können frisch verzehrt werden; ferner dienen sie auch als Vogelfutter, und in geschälter Form werden sie Futtermischungen für Geflügel beigefügt.

Raffiniertes Sonnenblumenöl findet als Speiseöl und bei der Margarineherstellung Verwendung, während rohes Sonnenblumenöl bei der Herstellung von Seifen und Kerzen genutzt wird.

Der Ölkuchen – auch Presskuchen genannt – ist ein wertvolles Viehfutter.

Das Mark des Stängels wird zur Herstellung von Zellulose verwendet.

 

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Quelle:
Fotos: Copyright © 2008 GSM Grundschulmaterial Verlagsgesellschaft mbH (MF)

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