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Michelangelo

Abb Caprese Michelangelo ( eigentlich Michelangelo Buonarroti ) war ein italienischer Bildhauer, Maler, Architekt und Dichter und das Universalgenie der ausgehenden Renaissance. Heute gilt er als einer der größten Künstler aller Zeiten.

Er wurde am 6. März 1475 in Caprese geboren und im Alter von 13 Jahren in die Werkstatt des Florentiner Malers Domenico Ghirlandaio aufgenommen.

Domenico Ghirlandaio galt damals in Florenz als der ausgezeichnetste Meister. Neben seiner Ausbildung bei ihm studierte Michelangelo aber auch die antiken Skulpturen im Garten der Medici bei San Marco.

Lorenzo de' Medici erkannte sein großes Talent für die Bildhauerei und nahm ihn in sein Haus auf und ließ ihm Unterricht erteilen.

Zu den plastischen Jugendwerken Michelangelos gehören die beiden Reliefs „Madonna an der Treppe“ und „Kentaurenschlacht“. Er meißelte sie, bevor er Florenz im Jahre 1494 verließ und nach Bologna aufbrach.

Hier schuf er am Grabmal des Heiligen Dominicus einen Engel aus Marmor.

Als Michelangelo 1495 wieder nach Florenz zurückkehrte, war die Marmorfigur eines geflügelten, schlagenden Amor angeblich nach Rom verkauft worden. Um sich die Rechte an seinem Werk zu sichern, machte sich Michelangelo auf die Reise nach Rom. Doch die Figur blieb verschollen.


Abb In Rom entstanden die Pietà (in der Peterskirche) und der trunkene Bacchus aus Marmor. Als Michelangelo im Jahre 1500 wieder nach Florenz zurückkehrte, schuf er hier die Statue des David, die ihm zu großem Ruhm verhalf.

Durch Papst Julius II. wurde Michelangelo 1505 nach Rom berufen, um dort das Grabmonument zu schaffen, das der Papst sich selbst neben der Peterskirche errichten wollte.

Die Arbeit daran geriet aber immer wieder ins Stocken und wurde erst 1545 lange nach dem Tod von Julius II. (1513) fertiggestellt. Der größte Schmuck dieses Monuments ist die Statue des Moses.

Papst Julius selbst war auch für die Verzögerungen an der Fertigstellung des Grabmonuments verantwortlich, da er Michelangelo immer wieder mit anderen Aufgaben betraute.

Er übertrug ihm u.a. die Ausschmückung der Sixtinischen Kapelle mit Freskomalereien.

Diese Aufgabe bewältigte Michelangelo ohne fremde Hilfe in vier Jahren (1508 – 1512) und schuf hier das bedeutendste Werk seines Lebens.

Um eine Verbindung zwischen den Einzelbildern zu schaffen, zeichnete Michelangelo ein imaginäres Baugerüst, Säulen und Pfeiler, welche von den Wänden aufsteigen und in der Mitte der Decke neun größere und kleinere Felder einschließen.


 

Abb Die Mittelbilder der Freskomalerei in der Sixtinischen Kapelle stellen folgende Motive dar: Trennung des Lichts von der Finsternis, Erschaffung des Lichts, Gottvater über den Wassern, Erschaffung des Menschen, Erschaffung der Frau, Sündenfall, Noahs Dankopfer, Sintflut und Noahs Trunkenheit.

Durch Papst Leo X. erhielt Michelangelo dann den Auftrag zur Ausführung der Grabdenkmale für Leos Bruder Lorenzo de' Medici. Mit dieser unvollendet gebliebenen Arbeit war Michelangelo bis 1534 beschäftigt. Die hier geschaffenen Figuren gelten als Meisterwerke ersten Ranges.

Zu dieser Zeit entstand auch die Christusstatue, die 1521 in der Kirche Sankta Maria sopra Minerva in Rom aufgestellt wurde.

Nachdem Michelangelo sich abwechselnd in Rom, Bologna, Florenz und Carrara aufgehalten hatte, nahm er im Jahre 1534 für den Rest seines Lebens seinen Aufenthalt in Rom ein, wo er nun auch als Architekt tätig wurde.

Nach seinen Entwürfen wurden u.a. der Klosterhof der Kirche Sankta Maria degli Angeli, die neue Anlage des Kapitols sowie Hof und Gesimse des Palastes Farnese ausgeführt.


Abb Von 1534 bis 1541 schuf Michelangelo im Auftrag von Papst Paul III. das 20 m hohe und 10 m breite Freskogemälde an der Altarwand der Sixtinischen Kapelle. Diese Darstellung des Jüngsten Gerichts gilt als das zweite große Lebenswerk Michelangelos.

Papst Paul IV. wollte die ursprünglich nackten Figuren zunächst herunterschlagen lassen, ließ sie dann aber die auffallendsten Blößen mit Kleidungsstücken übermalen.

Michelangelo letztes großes Werk war seit 1546 der Bau der Peterskirche in Rom. Nach seinem Tod konnte der Bau der großartigen und weltweit einmaligen Kuppel nach seinen Entwürfen vollendet werden.

Michelangelo starb am 18. Februar 1564. Seine Leiche wurde in Florenz beigesetzt, wo sich über seinem Grab ein Denkmal erhebt, das 1570 errichtet wurde.

Michelangelos vielseitiges, künstlerisches Schaffen war zeitlebens durchdrungen von dem Wunsch, in seiner Kunst die vollkommene Schönheit zu verwirklichen.

 

Quelle:
Bild 1: Michelangelo http://utopia.utexas.edu/project/portraits/michelangelo.jpg
The images in this collection are in the public domain

Bild 2: Pietà
http://artchive.com/ftp_site.htm

Bild 3: David
http://artchive.com/ftp_site.htm

Bild 4: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Mose_%28Michelangelo%29.jpg
Beschreibung: Mose von Michelangelo in der römischen Kirche San Pietro in Vincoli
Quelle: fotografiert am 7. Juni 2004
Fotograf oder Zeichner: Lora Beebe
Lizenzstatus: GNU FDL

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