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Ruine der Iburg - Fotos

Bergfried

Als „Burg in der Burg" war der Bergfried die wichtigste Verteidigungsanlage der Iburg.
Er diente der Besatzung der Burg im Notfall als letzte Zuflucht und Bastion.
Das Untergeschoss war tür- und fensterlos.
Der Zugang zum Bergfried, der in etwa 12 m Höhe lag, war nur mit Hilfe einer Strickleiter zu erreichen.
Von der oberen Wehrplatte des Turmes aus konnte sich die Burgbesatzung, wenn der Feind die übrige Burg bereits erobert hatte, noch tage- oder sogar wochenlang verteidigen.
In der ungewöhnlich dicken Mauer an der Westseite des Bergfrieds (ca. 4,50 m) führte wahrscheinlich eine Treppe von der oberen Wehrplatte in die beiden Geschosse im Inneren des Turmes.
Sie waren für Notfälle entsprechend eingerichtet und ausgerüstet.

Der Bergfried bot außerdem die Möglichkeit, von der oberen Wehrplatte aus das umliegende Gelände, das im hohen Mittelalter nicht bewaldet war und zu dessen Sicherung die bischöfliche Burg gebaut worden war, zu beobachten.

Der Kalkstein des Bergfrieds war innen und außen von einem stabilisierenden, glatten Sandsteinmantel umgeben.
Das Rundloch in der Westseite des Turmes ist erst etwa 1860 gebrochen worden.

Der Bergfried war im Jahr 2014 wegen Sanierungsarbeiten eingezäunt.

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Burgbrunnen

Für die Versorgung der Menschen und Tiere (Pferde) in der Burg mit Wasser war wegen des fehlenden Quellwassers die Anlage eines Brunnens unbedingt notwendig.
Diese Anlage war mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden, weil dabei eine mächtige Kalksteinschicht durchbohrt werden musste.

Das in den Boden eindringende Regen- und Schneeschmelzwasser sickert durch feine Risse und Spalten der hier anstehenden Kalksteinplatten langsam nach unten, bis es auf den etwa 50 - 60 m darunter liegenden wasserundurchlässigen Rötboden trifft.
Das sich dort ansammelnde Wasser musste durch einen Brunnen im Burginnern erbohrt werden.
Aus der Tiefe ist dann das Wasser mit Eimern und mit der Hilfe von Seilen oder Ketten heraufgeholt worden.
Der Rand des Brunnens war mit Kalksteinen ausgemauert.

Burgbrunnen wie in Dringenberg (42 m tief), auf der Heidecksburg in Rudolstadt (knapp 70 m tief) oder besonders auf der Festung Königstein bei Dresden (knapp 170 m tief) machen deutlich, dass nicht nur auf der Iburg große Anstrengungen unternommen worden sind, um die lebensnotwendige Wasserversorgung der Burgbewohner zu sichern.

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Burgkapelle

Karl der Große hat nach der Eroberung der Iburg eine kleine hölzerne Kirche errichten lassen.
Sie war dem hl. Petrus geweiht.
Diese Kirche war eine der ersten und wichtigsten Kirchen im bis dahin heidnischen Sachsenland.
Bei der Errichtung der fürstbischöflichen Burg am Ende des 12. Jahrhunderts ist an dieser Stelle eine Burgkapelle gebaut worden, deren Reste hier noch sichtbar sind und die recht groß war.
An der Stelle des früheren Altars der Burgkapelle wurde 1884 ein Sandsteinkreuz mit einem Sandsteinsockel errichtet.

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100 Jahre später wurde das 1984 bei einem starken Sturm zerstörte Kreuz durch ein verzinktes Stahlkreuz mit einem metallenen Christuskörper ersetzt.
Der Sandsteinsockel des Kreuzes trägt auf der Vorderseite die Inschrift: Stat crux dum volvitur terra (Das Kreuz steht, solange die Erde sich dreht).
Vor dem Kreuz liegt eine alte Grabplatte mit einem eingemeißelten Kreuz.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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