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Motorgüterschiff „Franz-Christian“ - Schiffersprache

Die Menschen, die auf einem Schiff leben und arbeiten, haben eine eigene Sprache und Ausdrucksweise: Die Schiffersprache.

Wenn sie auf ihr Schiff wollen, sagen sie: „Wir gehen an Bord." Und wenn sie auf dem Schiff sind, dann sind sie „an Deck". Das Deck ist die Schiffsabdeckung.


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Die Wohnräume auf dem Schiff heißen Kajüten. Bei den Kanalschiffen befinden sie sich teilweise „unter Deck". Das Hinterteil des Schiffes heißt Heck, das Vorderteil Bug.

Auch die beiden Seiten des Schiffes haben einen eigenen Namen. Wenn du nach vorn in Richtung Bug schaust, dann ist rechts die Steuerbordseite und links die Backbordseite.

Du kannst die Schiffsseiten auch an der Farbe der beiden Positionslaternen erkennen: Grün ist Steuerbord und rot ist Backbord.

Achtern bedeutet hinten. Achtern befindet sich auch die Poop. So nennen die Schiffsleute das etwas höherliegende Achterdeck eines Schiffes. Zwischen Vorschiff und Achterschiff befinden sich auf „Franz-Christian" zwei große Luken. Das sind die verschließbaren Öffnungen für den Laderaum.

Wenn ein Schiff „gelöscht" wird, dann brennt es nicht, sondern es wird gerade entladen.

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In der Achterkajüte wohnte der Schiffskapitän mit Frau und Kindern. Obwohl die ganze Wohnung nur knapp vier Meter lang und viereinhalb Meter breit war, hatte sie mehrere kleine Zimmer. Die Küche, die du auch heute noch sehen kannst, wurde erst später eingebaut. Sie lag ursprünglich vollständig unter Deck.

Neben dem Steuerhaus befand sich an Deck auf der Steuerbordseite - noch ein Kohleofen. Das war die „Sommerküche". Dort wurde im Sommer das Mittagessen gekocht. Bei Sonnenschein war es nämlich in der Küche unter dem eisernen Deck einfach zu heiß. Auf der Backbordseite des Steuerhauses ist die einzige Toilette an Bord.


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In der Bugkajüte wohnten ein oder zwei Männer, manchmal auch ein Mann und eine Frau, sogar mit Kind, die dem Schiffskapitän bei der Arbeit halfen. Dieses kleine Zimmer wurde als Küche, Wohnzimmer und Schlafraum genutzt. Eine Toilette gab es hier nicht. Die Schiffsleute mussten die Toiletten der Kapitänsfamilie achtern auf dem Schiff benutzen oder sich auf einen Toiletteneimer setzen.

Zwischen dem Motorraum und der Bugkajüte befindet sich der Laderaum. Er ist über 34 Meter lang.

Im Laderaum wurden alle möglichen Güter transportiert. War der Laderaum auf der einen Fahrt voll beladen mit Steinen, konnten es auf der nächsten Fahrt schon Kohlen, Eisenerz, Getreide, Salz und Fässer mit Fisch oder Wein, Säcke mit Kaffee oder Mehl sowie Kisten mit Marmeladeneimern sein. Am Ende jeder Fahrt musste der Laderaum deshalb gründlich gesäubert werden.

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Quelle:
Die Wissensseiten zum Thema "Kanalstufe Henrichenburg/Waltrop" entstanden mit freundlicher Unterstützung durch
„Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg; Landschaftsverband Westfalen-Lippe“

Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: 02363/97070
www.schiffshebewerk-henrichenburg.de
Literaturangaben:
Käptn‘ Henri kennt sich aus; Ein Museumsführer, Lese- und Bastelbuch für Mädchen und Jungen ab 10
Herausgeber: Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg; Landschaftsverband Westfalen-Lippe 1996

Grafiken aus: Käptn‘ Henri kennt sich aus
Foto: Medienwerkstatt Mühlacker

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