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Waldspitzmaus

Die Waldspitzmaus lebt in großen Teilen von Mittel- und Nordeuropa.
Hier kommt sie von Großbritannien bis in den westlichen Teil von Sibirien vor.
Sie ist auch auf einigen größeren Inseln im Mittelmeer anzutreffen.
Die Waldspitzmaus lebt hauptsächlich in Wäldern.
Sie meidet offene und allzu trockene Gebiete.
Deshalb ist sie in Trockensteppen und Savannen nicht anzutreffen.
Auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen kann man sie nicht beobachten.
In Gebirgen kann man die Waldspitzmaus in Höhen bis zu 2.500 m antreffen.
Allerdings sieht man die Waldspitzmaus nur selten,  denn sie ist in der Nacht aktiv.
Unter der Erde lebt sie in komplexen Gangsystemen.

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Eine Waldspitzmaus wird etwa  6 - 9 cm groß und 12 - 14 g schwer.
Das Schwänzchen kann bis zu 5 cm lang werden.
Das dichte Fell ist meist rotbraun bis dunkelbraun oder schwarz gefärbt.
An der Seite besitzt das Fell eine helle Färbung.
Eine Waldspitzmaus besitzt ausgesprochen kleine Augen.
Ihre kleinen Ohren liegen im dichten Fell verborgen.
Sie hat kleine, aber spitze Zähne, die an den Spitzen rötlich gefärbt sind.

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Die Waldspitzmaus ist in der Nacht aktiv.
Sie lebt in kleinen Familiengruppen hauptsächlich unter der Erde.
Dabei besteht eine Gruppe aus einem Pärchen und dem Nachwuchs.
Der Nachwuchs kann durchaus aus unterschiedlichen Generationen stammen.
Waldspitzmäuse bleiben in ihrem Gebiet.
Sie verteidigen ihr kleines Gebiet erbittert gegenüber anderen Waldspitzmäusen.
Das Gebiet kann 300 - 600 Quadratmeter groß sein.
Waldspitzmäuse haben nur ein kurzes Leben, denn sie haben viele Feinde.
Dazu gehören insbesondere Eulen und andere nachtaktive Greifvögel, Wiesel, Marder, Füchse, Wildkatzen und hier und da auch Reptilien wie Schlangen und Echsen.

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Die Nahrung einer Waldspitzmaus besteht ausschließlich aus Fleisch.
Insekten und deren Larven, Spinnentiere, Regenwürmer und andere wirbellose Kleintiere stehen auf ihrer Speisekarte.
Eine Waldspitzmaus erbeutet nur in der Nacht in den unterirdischen Gangsystemen ihre Nahrung.
Sie kommt nur selten an die Erdoberfläche.

Bereits mit neun Monaten kann ein Waldspitzmausweibchen Junge bekommen.
In ihrem kurzen Leben kann es bis zu viermal Nachwuchs in die Welt setzen.
Die Tragezeit beträgt etwa 20 Tage
In einer Wohnhöhle bringt das Weibchen meist fünf bis sechs Jungtiere zur Welt.
Die Jungen sind anfangs noch nackt und blind.
Bei der Geburt wiegen sie kaum ein halbes Gramm.
Sie werden durchschnittlich vier Wochen lang gesäugt.
Wenn sie nach einigen Monaten selbstständig werden, übernehmen sie den Bau der Eltern und jagen die Eltern fort.
In Freiheit beträgt die Lebenserwartung kaum zwei Jahre.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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