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Wiedehopf

Der Wiedehopf ist von Südwest-Europa und Nordwest-Afrika nach Osten über Vorderasien, Arabien und Sri Lanka bis Sumatra verbreitet.
Im Norden findet man ihn bis zum Baltikum und ostwärts bis zum Baikalsee.
In Nordwest- und Nordeuropa (Großbritannien, Island, Irland, Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark) gibt es keine Wiedehopfe.

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Ein Wiedehopf wird bis zu 28 cm groß.
Die Männchen und die Weibchen haben ein hell orangebräunliches Gefieder.
Die Flügel und der Schwanz sind kontrastreich schwarz-weiß quer gebändert.
Auf dem Kopf hat der Wiedehopf eine lange, mit schwarzen Spitzen versehene Federhaube.
Diese Haube kann aufgerichtet und aufgefächert werden.
Sie macht den Wiedehopf unverwechselbar.
Der lange Schnabel ist gebogen.
Wiedehopfe fliegen träge und wellenförmig.
Dabei bewegen sie ihre Flügel langsam und schmetterlingsartig.

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Der Wiedehopf ist ein „Bodenjäger".
Daher bevorzugt er Wiesen, Weiden und Brachland mit kurzer und spärlicher Pflanzendecke.
Dort findet er seine Nahrung.
Sie besteht vor allem aus größeren wirbellosen Tieren wie Maulwurfsgrillen, Grillen, Maikäfern und Engerlingen, Laufkäfern und größeren Schmetterlingsraupen sowie aus Spinnen.
Aber auch Asseln, Tausendfüßlern, Frösche, kleinere Wirbeltiere wie junge Eidechsen stehen auf seinem Speiseplan.
Auch Vogelgelege und Nestlinge werden manchmal gefressen.
Ausnahmsweise fängt er langsam fliegende Insekten auch im Fluge.

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Wiedehopfe haben äußerst unterschiedliche Neststandorte.
Sie umfassen Ganz- oder Halbhöhlen jeglicher Art.
Natürliche Baumhöhlen werden ebenso genutzt wie Spechthöhlen, Halbhöhlen in Bruchsteinmauern oder Holzstößen, Höhlungen unter Wurzeln oder andere Erdhöhlen.

Meistens brütet der Wiedehopf nur einmal im Jahr.
Nur in südlicheren Ländern gibt es auch zwei Bruten im Jahr.
Das Weibchen legt 6 - 10 Eier.
Sie sind auffallend längselliptischen und auf bläulichem oder grünlichem Grund verschiedenfarbig gepunktet.
Ihre Durchschnittsgröße beträgt etwa 26 × 18 mm.
Die Eier werden nur vom Weibchen bebrütet.
Schon nach der Ablage des ersten Eis beginnt das Weibchen zu brüten.
Die Eier werden in den frühen Morgenstunden im Tagesabstand gelegt.
So ergibt sich bei einer reinen Brutdauer von 16 Tagen eine Brutperiode von 25 Tage und mehr Tagen.
Die  Jungen sind somit in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien in einer Brut vereint.
Die Nestlingszeit kann bis zu 30 Tage dauern.
Während der gesamten Brutzeit sowie mindestens der ersten zehn Tage der Nestlingszeit werden das Weibchen und später auch die Jungen nur vom Männchen mit Nahrung versorgt.
Nach dem Verlassen der Bruthöhle werden die flüggen Jungvögel noch etwa fünf Tage von den Eltern gefüttert, ehe sie dann das Elternrevier verlassen.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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