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Leipzig - 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs - Villa Sack

Abb Zum Bundesgerichtshof gehört auch der 5. Strafsenat, der seinen Sitz seit 1952 in Berlin hatte und im Juli 1997 zusammen mit der ihm zugeordneten Dienststelle des Generalbundesanwalts die inzwischen fast 100 Jahre alte „Villa Sack“ mit Kutscherhaus auf einem etwa 6.000 qm großen Grundstück in Leipzig bezog.

Sie war bis Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts der repräsentative Familiensitz des Landmaschinenunternehmers Gustav Rudolph Friedrich Sack, der von den Leipziger Architekten Schmidt und Johlige im Jahre 1909 im zurückhaltenden Neobarockstil erbaut worden war.

Seit Ende 1933 wurde das Gebäude von der Studentenschaft der Universität Leipzig als „Kameradschaftshaus“ und ab 1939/40 von zwei Abteilungen der Leipziger Gestapo genutzt. Das im zweiten Weltkrieg infolge eines Bombenangriffs zerstörte Dach wurde durch ein Notdach aus Dachpappe ersetzt.

Ab dem Jahre 1950 wurde die Villa Sack unter dem Namen „Klubhaus der Freundschaft“ als Freizeiteinrichtung des Volkseigenen Betriebes (VEB) Schwermaschinenbau S. M. Kirow und als Versammlungsort der SED genutzt.

Im Zuge der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen von 1995 bis 1997 erhielt die Villa ihre ursprüngliche Dachform zurück, die Treppenanlage wurde neu gestaltet, die Veranda wurde zum Beratungszimmer umfunktioniert und viele der originalen Bauteile im Inneren der Villa wie Holz- und Stuckdecken, Marmorverkleidungen im Wintergarten sowie drei kleine Wandbrunnen mit außergewöhnlichen Mosaiken wurden restauriert.


 

 

Quelle:
Text und Foto mit freundlicher Genehmigung des Bundesgerichtshofes in 76133 Karlsruhe, Herrenstraße 45 a
www.bundesgerichtshof.de

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