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Sein Pulver verschossen haben

Die Menge des Schießpulvers, die ein Krieger des Mittelalters
in seinem Pulverhorn mitführen konnte, reichte nur für eine begrenzte Anzahl von Schüssen.

Daher hütete man sich sehr davor, dieses Pulver unnötig zu verschießen,
und setzte es nur dann ein, wenn man sich Erfolg davon versprach.

Die Redensart

"sein Pulver verschossen haben",

die ja noch heute gebräuchlich ist,
meint also im ursprünglichen Sinne: Dem Krieger ist Schießpulver ist ausgegangen
- folglich kann er keinen Schuss mehr abfeuern.

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Wenn heute jemand sagt:

"Du hast dein Pulver verschossen!",
ist damit gemeint, dass jemand am Ende seiner Kräfte ist,
sich nichts mehr leisten kann oder aber sich völlig verausgabt hat.

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Quelle:
Textquelle: Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von:
„In aller Munde – Herkunft und Bedeutung sprichwörtlicher Redensarten“
Redaktion: Bernadette Lange
Herausgeber: Märkischer Kreis; Der Landrat 2003
Kulturamt - Museen Burg Altena
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58762 Altena
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Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker

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