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Alpensteinbock

Der Alpensteinbock lebt in den Alpen.

Ein Alpensteinbock erreicht eine Kopfrumpflänge von 1,50 m und eine Schulterhöhe von 0,90 m.
Die Männchen (Böcke) können über 100 kg wiegen.
Sie haben ein imposantes, gebogenes Gehörn bis zu 1 m Länge und einen Ziegenbart.
Die Weibchen (Geißen) sind nur etwa 40 kg schwer.
Sie haben nur kurze, kaum gebogene Hörner.
Die Böcke haben im Sommer ein dunkelbraunes Fell.
Das Fell der Geißen ist mehr rötlich oder goldbraun.
Im Winter wird das Fell bei den Böcken und bei den Geißen gräulich.

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Der Steinbock ist für viele der Inbegriff des kühnen Alpentiers, das sogar im unwirtlichen Hochgebirge bei Kälte und karger Kost Stärke zeigt.
Diese Eigenschaft ist den Steinböcken fast zum Verhängnis geworden.
Schon im Mittelalter glaubte man, in ihnen Heilmittel gegen allerlei Krankheiten gefunden zu haben.
Man jagte sie, bis sie im 19. Jahrhundert fast ausgerottet waren.
Inzwischen gelang ihre Wiedereinbürgerung in den Alpen.
Der Restbestand von 100 Tieren wuchs in etwa 180 Jahren auf über 30.000.

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Steinböcke sind Kletterkünstler.
Sie bewegen sich sicher an Abgründen und auf Geröll.
Schluchten werden bei Gefahr übersprungen.
Schon die jüngsten Steinböcke folgen ihrer Mutter auf steilen Pfaden und tollen an Berghängen herum.
Steinböcke fliehen immer bergauf.
Alpensteinböcke fressen Gräser, Kräuter und Knospen.

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Eine Steinbockherde besteht aus 10 - 20 Geißen und ihren Jungtieren.
Daneben gibt es die weniger stabilen Junggesellenherden der noch nicht ganz ausgewachsenen Böcke.
Die alten Böcke ziehen einzeln herum.
Im Dezember und Januar suchen die Böcke die Geißen auf.
Sie versuchen, Kontrolle über die Herde zu erlangen.
Dabei kommt es zwischen den Böcken zu Kämpfen.
Ein Bock muss mindestens 6 Jahre alt sein, um eine Chance zu haben, diese Kämpfe zu überstehen. Der Bock bleibt über den Winter bei der Herde und verlässt sie im Frühling.

Nach einer Tragzeit von 5 - 6 Monaten kommt im Mai oder Juni ein Jungtier, selten auch zwei zur Welt.
Das Junge kann vom ersten Tag an laufen.
Es wird aber ein Jahr lang von der Mutter gesäugt.
Die Lebensdauer eines Steinbocks kann über 20 Jahre betragen.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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