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Xanthos

Abb Die Ruinen der antiken Stadt Xanthos und des geheiligten Tempelbezirks Letoon erinnern an das Volk der Lykier.

Im Altertum war Xanthos die größte Stadt in der Landschaft Lykien im südwestlichen Kleinasien.

Xanthos und Letoon liegen rund 65 km südöstlich von Fethiye entfernt und gehören seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die alte Stadt Xanthos hat eine wechselvolle Geschichte mit vielen Kämpfen und Zerstörungen hinter sich.

Xanthos war bereits seit dem 8. Jahrhundert vor Christus bewohnt. Im Jahre 546 vor Christus wurde die Stadt von den Persern erobert und völlig zerstört.

Nach Aufzeichnungen vor Herodot überlebten nur 60 Familien, die sich gerade nicht in der Stadt befanden, diesen Angriff.

Später kam die Stadt unter die Oberhoheit der Makedonen und war dann ab 190 vor Christus Mitglied eines unabhängigen Städtebundes.

Der nächste folgenschwere Angriff auf Xanthos ereignete sich im Jahre 42 vor Christus. Während des römischen Bürgerkrieges wurde die Stadt durch die Truppen des Brutus erneut zerstört und gehörte später zur römischen Provinz Lycia.


Abb Xanthos wurde unter Marcus Antonius und später unter Vesparian noch einmal wiederaufgebaut, und es entstanden ein Theater und ein Marktplatz.

Mit den Arabereinfällen in das Land ab dem 7. Jahrhundert wurde Xanthos weitgehend verlassen und war nur noch ein unbedeutendes Dorf, das mehr und mehr verfiel.

Im Jahre 1838 wurde Xanthos von dem englischen Archäologen Charles Fellows wiederentdeckt.

Die wertvollsten Funde, die bei den nachfolgenden Ausgrabungen gemacht wurden, befinden sich heute in London im Britischen Museum.

 

Abb Von der antiken Stadt konnten bei den Grabungen nur wenige Reste freigelegt werden.

Eine Tempelruine, die Überreste eines römischen Theaters (s. Foto unten) und einige Wohnräume erinnern heute an die Baumeister der Lykier.

Zu den bedeutendsten Überresten gehören die für Lykien charakteristischen Grabmonumente, die in den Fels gehauen wurden oder als freistehende Hochgräber errichtet wurden.

Auch die Überreste einiger frühchristlichen und byzantinischen Kirchen in Xanthos zählen zum Weltkulturerbe.

Einzigmalig in ganz Lykien ist der hier gefundene Pfeilersarkophag (s. Foto).

Dabei handelt es sich um ein Doppelgrab mit einer Grabkammer in einem hohlen Säulenteil und einem aufgesetzten Steinsarg. Er sollte den Toten dem "Himmel" so nahe wie möglich bringen.

Dieses Grabmahl gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der kleinasiatisch-jonischen Kunst.

Die unmittelbare Nachbarschaft der Grabstätten zum römischen Theater zeigen den Respekt vor der Geschichte und der Kultur des besetzten Landes.

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