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Riesenseeadler - allgemein

Der Riesenseeadler lebt im nördlichen pazifiknahen Ostasien.

Riesenseeadler sind selten entfernt von größeren Gewässern anzutreffen.
Sie bewohnen sowohl Flach- als auch Felsküsten, küstennahe Lagunen und Mündungslandschaften.
Außerdem sind sie weiter im Landesinneren an größeren Seen und Flüssen und in mehr bergigen Gegenden bis in 1.000 m Meereshöhe anzutreffen.

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Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt.
Hinsichtlich der Größe besteht ein kleiner, hinsichtlich des Gewichts ein großer Unterschied.
Die Weibchen erreichen im Schnitt 11 % mehr Körpergröße und 43 % mehr Gewicht als die Männchen.
Ihre Körperlänge beträgt 85 - 105 cm, die Flügelspannweite 1,95 - 2,80 m, die Schwanzlänge 32 - 36 cm.
Die Weibchen wiegen 6,8 - 9 kg, die Männchen wiegen 4,9 - 6 kg.
Der Riesenseeadler ist einer der größten Greifvögel überhaupt.

Riesenseeadler ernähren sich hauptsächlich von Fischen, speziell Lachsfischen, Seevögeln und Aas.
Manchmal jagt er auch Hühnervögel und Land bewohnende Säugetiere passender Größe.
Der für Greifvögel einzigartig große Schnabel und die ihm anhängende starke Muskulatur entwickelten sich in Anpassung an diese Nahrung.
So kann der Riesenseeadler die zähe Haut der Lachse aufreißen und Fleisch aus Kadavern zu mundgerechten Stücken zerkleinern.

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Während der Brutzeit leben Riesenseeadler paarweise in Revieren.
In den Wintermonaten können sich jedoch, speziell auf Hokkaidō, mehrere Hundert Riesenseeadler an geeigneten Rastplätzen versammeln.

Riesenseeadler brüten heute wohl nur noch im Osten Russlands an der Küste der Beringsee, den nördlichen Küsten von Kamtschatka, auf den nördlichen Kurilen, am Ochotskischen Meer, am Amur, auf den Schantar-Inseln und auf Sachalin.

Riesenseeadler leben wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang immer nur mit ein und demselben Partner zusammen.
Die Brutsaison liegt zwischen Ende April und Mitte September.
Zum Balz- und Revierverhalten gehören gemeinsames Gleiten unter Rufen in Brutplatznähe sowie spektakuläre Flugmanöver und Verfolgungsflüge, die ebenfalls von Rufen begleitet werden.

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Der Riesenseeadler baut Horste mit bis zu 2,50 m Durchmesser und bis zu 4 m Höhe.
Sie befinden sich üblicherweise bis zu 30 m über dem Boden an schwer zu erreichenden Stellen wie in den Kronen großer Bäume und auf Felsvorsprüngen.
Das Weibchen legt 1 - 3, meist 2 Eier.
Nach 38 - 45 Tagen Bebrütung schlüpfen die Jungvögel.
Sie nehmen, abhängig von äußeren Bedingungen, im Schnitt täglich 77 - 92 g zu.
Nach etwa 70 Tagen werden die Jungtiere flügge.
Danach sind sie noch 2 - 3 weitere Monate von den Eltern abhängig.

Heute gibt es in der freien Natur noch etwa 5.000 Riesenseeadler und es werden weniger.
Deshalb gilt der Riesenseeadler als gefährdet.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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