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Wahlen oder:

Häufig vergessen wir, wie gut wir es eigentlich haben. Wir sind so frei, und diese Freiheit wird durch das Grundgesetz ja ausdrücklich geschützt, dass wir in fast jeder Lebenslage zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen können. Beim Einkaufen sowieso, vorausgesetzt man hat genügend Geld, bei der Wahl unserer Informationen, aber auch bei der Ausbildungs-, Berufs- oder Wohnungswahl, und sogar, welcher Religion wir angehören wollen, oder ob überhaupt, und wer uns regieren soll, können wir selbst bestimmen.

Es gibt so viele Möglichkeiten und Gelegenheiten, dass die Wahl nicht selten zur Qual wird und das Wählen zum Stress. Manchmal kommt es einem so vor, als stünde man ständig unter Entscheidungsdruck. Und ist nicht jede Entscheidung für eine Sache immer auch eine Entscheidung gegen eine andere? Ja, das Wählen ist hin und wieder ganz schön schwer, doch ist dieser "Preis" für die Freiheit nicht sehr hoch, denn sie ist das Kostbarste, was wir haben.

Wir können jemanden aus unserer Mitte auswählen, der dann bestimmte Entscheidungen für uns trifft und sozusagen an unserer Stelle handelt. Das ist entlastend und sehr praktisch, weil ja unmöglich alle bei allem mitreden können. Das wären einfach zu viele Leute, um Entscheidungen zu treffen. Dieses Wählen eines Vertreters, eines Sprechers oder Abgeordneten, der einen dann bei solchen Entscheidungen vertritt, ist der Anfang von Politik.

Ob wir einen Klassensprecher, einen Schulsprecher, ein Studentinnenparlament oder einen Betriebsrat wählen, immer geht es darum, dass sich eine Gruppe von Menschen jemanden ausguckt, dem oder der sie zutraut, die Wünsche, Sorgen und Interessen dieser Gruppe - die nie ganz mit den Wünschen, Sorgen und Interessen jedes Einzelnen übereinstimmen werden - nach außen zu vertreten sowie dafür zu sorgen, dass man auch innerhalb der Gruppe möglichst gut miteinander umgeht. Das ist im Prinzip schon alles.

Und darum geht es beispielsweise auch bei der Bundestagswahl, nur dass die "Gruppe" hierbei besonders groß ist und wohl alles andere als einheitlich. Das macht die Sache ein wenig komplizierter, Arm heben oder einen Namen auf einen Zettel schreiben reicht nicht. Und dadurch, dass man diejenigen, die da zur Wahl stehen, zumeist auch gar nicht persönlich kennt, erscheint das Ganze ein wenig fremd.

 

 

Quelle:
Text mit freundlicher Genehmigung der Internetredaktion des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung
REGIERUNGonline
www.bundeskanzler.de

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