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Wer wird gewählt?

Gewählt werden zum einen die Abgeordneten der verschiedenen Landesparlamente, des Bundestages und des Europaparlaments, die dann ihre Wähler vertreten.

Diese gewählten Vertreter oder Abgeordneten nennt man Repräsentanten der Bürger, sie sind legitimiert, also berechtigt, für uns zu handeln.

Zum anderen werden aber nicht nur einzelne Personen, sondern zugleich Mitglieder einer Partei oder eine Partei selbst gewählt. Das ist in vielerlei Hinsicht einfacher, weil ein Wähler zum Beispiel nicht jeden Kandidaten persönlich kennen kann.

Von der Partei, für die ein Kandidat antritt, kann man allerdings ziemlich genau wissen, für welche Meinung sie steht. Diese Meinung lässt sich in den jeweiligen Parteiprogrammen nachlesen.

Deshalb enthalten die Stimmzettel der deutschen Wahlen zum Bundestag zum Beispiel sowohl eine Liste der Personen als auch eine Liste der Parteien, die man wählen kann.

Jeder Wähler hat damit sozusagen zwei Stimmen. Mit seiner "ersten" kann er jemanden direkt auswählen
Da es 299 Wahlkreise in Deutschland gibt, werden auf diese Weise, das ist logisch, 299 Sitze im Bundestag vergeben.

Da stehen aber noch mal so viele Stühle, so dass am Ende 601 Abgeordnete herauskommen. Hier nun kommt die "zweite" Stimme ins Spiel, die der Wähler der Partei gibt, die er gut findet.

Auch diese Stimmen werden am Ende ausgezählt und, wie es etwas kompliziert heißt, zueinander ins Verhältnis gesetzt. Das meint, die Parteien listen ihrerseits Kandidaten auf, die aber nicht auf dem Wahlzettel stehen, und nach der Wahl wird ausgerechnet, wie viele sie davon, entsprechend ihres Stimmenanteils eben, in den Bundestag schicken dürfen, wie viele Mandate oder "Sitze" sie erhalten. Und die kommen dann zu den 299 direkt Gewählten noch hinzu. Gewählt wird übrigens nicht, der Bundeskanzler, auch wenn die Kanzlerkandidaten im Wahlkampf die großen Stars sind, um die sich alles dreht.

Zwar weiß man, wenn die Wahl gelaufen ist, zumeist sehr genau, wer nun Kanzler wird - und vermutlich treffen viele Wähler in der Wahlkabine genau diese Entscheidung -, aber gewählt wird der Kanzler nicht von den Bürgern, sondern von eben den bei der Bundestagswahl gewählten Repräsentanten.

Der Bundeskanzler wird erst nach der Bundestagswahl von diesen neu gewählten Mitgliedern des Parlaments, den Abgeordneten, gewählt - und er stellt wiederum danach sein Kabinett vor.

Die Torten im Fernsehen nach den Wahlen sind also nichts als die Sitze der Parteien, graphisch dargestellt, und die Hochhäuser zeigen, welche Partei gewählt wurde und wie viel Prozent der Wählerstimmen sie bekommen hat.

Im Grunde können wir dann endlich einmal "den Willen des Volkes" sehen, schön farbig angemalt und lecker dargestellt.

 

 

Quelle:
Text mit freundlicher Genehmigung der Internetredaktion des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung
REGIERUNGonline
www.bundeskanzler.de

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