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Kaiserpinguin - Teil 1

Vorkommen 

Abb Der Kaiserpinguin gehört zur Gattung der Großpinguine und brütet als größte Art aller Pinguine im Winter an den Küsten der Antarktis.

Hier bilden die Kaiserpinguine oft große Brutkolonien - sowohl auf dem Packeis als auch auf den vergletscherten und verschneiten Felsküsten zwischen 66° und 77° südlicher Breite.

Neben den Adeliepinguinen sind die Kaiserpinguine die am weitesten südlich lebenden Vögel.

Die Antarktis, das Reich des ewigen Eises - mit einer Ausdehnung von fast 14 Millionen Quadratkilometern – ist der extremste Kontinent auf der Erde.

Hier herrscht das kälteste Klima auf der Erde überhaupt.

Im Jahre 1983 wurde hier die tiefste je gemessene Temperatur von – 89,2 Grad verzeichnet. Das Festland dieser Land- und Meergebiete um den Südpol ist mit einer Eisschicht bedeckt, die im Mittel 1720 Meter mächtig ist und stellenweise sogar eine Mächtigkeit von bis zu 4000 Metern erreicht.

Auf diesem unwirtlichen Kontinent, wo eisige Fallwinde besonders über Adélieland hinwegfegen, trifft man trotz dieser extremen Bedingungen große Kolonien von Kaiserpinguinen an, die als einzige Vögel der Welt für sich beanspruchen können, noch nie in ihrem Leben einen Fuß auf Land gesetzt zu haben.

Man geht davon aus, dass es hier schätzungsweise noch 400.000 Kaiserpinguine gibt.


Aussehen 

Abb
Mit einer Höhe von etwa 1,10 – 1,15 Meter ist der Kaiserpinguin der größte aller 18 lebenden Pinguinarten, wobei die Männchen im Mittel etwas größer sind als die Weibchen.

Die männlichen Tiere erreichen ein Gewicht von 35 – 40 kg, während die Weibchen etwa 28 – 32 kg wiegen.

Der Kaiserpinguin zeichnet sich durch einen besonders gedrungenen Körperbau aus.

Das ist daraus ersichtlich, dass er zwar nur 20 Zentimeter größer ist als der in der Subantarktis lebende Königspinguin, dennoch aber fast das doppelte Gewicht auf die Waage bringt.

Das hängt mit den besonders dicken, wärmedämmenden Fettschichten zusammen, welche dieser Pinguin für seine antarktische Lebensweise benötigt, um den eisigen Temperaturen standzuhalten.

Der Kaiserpinguin hat einen rundlichen Körper. Der eher kleine Kopf und die kleinen Füße dienen dazu, möglichst viel Energie zu sparen.




 

Abb Er besitzt ein Federkleid, das oben schwarz und unten weiß ist. Durch diese Färbung seines Federkleides ist er bei der Jagd von der Beute von unten und von seinen Feinden von oben nur schwer zu sehen.

Nur unter dem Hals und an den Wangen weist sein Gefieder die typische gelb-orange Färbung auf. Das dichte Federkleid ist außerdem stark wasserabweisend und kann so den Körper vor den extrem tiefen Wassertemperaturen schützen.

Die Füße des Kaiserpinguins, die sich weit hinten am Körper befinden, sind mit Schwimmhäuten versehen. Zum Laufen an Land sind die Füße zwar eher ungünstig, doch zum Schwimmen sind sie ausgezeichnet geeignet.

Die Kaiserpinguine sind sehr elegante und flotte Schwimmer, wobei ihnen ihre Flügel dabei als Flossen diesen. Die Schwimmfüße hingegen benutzen sie als Ruder und wenn es erforderlich ist, auch als Bremse.

Nahrung 

Abb Seine Nahrung findet der Kaiserpinguin auf offener See.

Dort jagt er nach Fischen, Tintenfischen und in geringerer Menge auch nach Krebstieren, so vor allem Krill. Das sind daumenlange, schwarmbildende Krebse, welche die wichtigste Gruppe der freischwebenden antarktischen Planktontiere sind.

Der Kaiserpinguin ist ein ganz hervorragender Taucher, der bei seiner Jagd auf die Beutetiere in sehr große Tiefen tauchen kann. Als absoluter Tauchrekord wurden dabei Tiefen von 565 Metern gemessen.

Der Kaiserpinguin geht nicht allein auf die Jagd, sondern in Gruppen. Dabei schwimmen mehrere Tiere direkt in einen Fischschwarm hinein und dort im Zickzack hin und her. Dabei schnappen sie nach allem, was vor ihren Schnabel als Beute in Frage kommt.

Kleinere Beutetiere fressen sie direkt im Wasser. Wenn sie allerdings größere Tiere erbeuten, müssen sie an die Wasseroberflächen kommen, um sie dort zu zerteilen.

Bei ihrer Jagd können sie große Entfernungen zurücklegen und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 36 km in der Stunde.


Im Notfall können sie sogar bis zu 15 Minuten unter Wasser bleiben, ohne Luft zu holen, benötigen danach aber eine längere Ruhepause.

Je heller es ist, desto tiefer können die Kaiserpinguine tauchen. Sie sind Sichtjäger; das bedeutet, dass sie ihre Beute nicht durch das Gehör oder Echolot aufspüren, vielmehr müssen sie die Beute sehen, um sie zu fangen.

 

Quelle:
Fotos: http://www.photolib.noaa.gov / public domain

Foto 1:http://www.photolib.noaa.gov/corps/corp2395.htm
Emperor penguins in the Southwest Ross Sea.
Image ID: corp2395, NOAA Corps Collection
Photo Date: 1998 December
Photographer: Michael Van Woert, NOAA NESDIS, ORA

Foto 2: http://www.photolib.noaa.gov/corps/corp2652.htm
Emperor penguin at Cape Washington in the Ross Sea
Image ID: corp2652, NOAA Corps Collection
Location: Ross Sea, Antarctica
Photo Date: 1997 February
Photographer: Michael Van Woert, NOAA NESDIS, ORA

Foto 3: http://www.photolib.noaa.gov/corps/corp2409.htm
Stuffed emperor penguins on display in the Canterbury Museum in Christchurch, New Zealand.
Image ID: corp2409, NOAA Corps Collection
Photo Date: 1996 December
Photographer: Michael Van Woert, NOAA NESDIS, ORA

Foto 4: http://www.photolib.noaa.gov/corps/corp2394.htm
Emperor penguin chick at Cape Washington.
Image ID: corp2394, NOAA Corps Collection
Photo Date: 1996 December
Photographer: Michael Van Woert, NOAA NESDIS, ORA

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