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Demokratie

Abb Die Demokratie des Grundgesetzes basiert auf dem Prinzip der Volkssouveränität. Das Volk ist der Inhaber der Staatsgewalt, der staatliche Souverän.

Es übt die Staatsgewalt nicht direkt aus, sondern hat sie Repräsentanten, den Abgeordneten, übertragen, die auf Zeit gewählt werden.

Dies ist das Prinzip der repräsentativen Demokratie, im Gegensatz zur direkten Demokratie, in der das Volk mittels Volksabstimmungen alle wesentlichen Entscheidungen fällt.

Ein dritter Grundsatz ist das Mehrheitsprinzip. Bei Wahlen und Abstimmungen entscheidet die Mehrheit, die Minderheit hat sich der Entscheidung unterzuordnen.

Demokratien wollen nahezu alle Länder der heutigen Welt sein. Kaum ein politisches Regime bezeichnet sich nicht als demokratisch.

Autoritäre Herrschaftssysteme in Asien, Afrika und Lateinamerika berufen sich ebenso auf die Demokratie wie traditionell demokratische Länder der westlichen Welt.

Das galt gleichermaßen für die zusammengebrochenen "realsozialistischen" Systeme Mittel- und Osteuropas, die sich als "Volksdemokratie" oder "sozialistische Demokratie" bezeichneten.



Was ist eigentlich Demokratie? 

Abb Die deutsche Wiedergabe des griechischen Wortes als "Volksherrschaft" ist nicht sehr aussagekräftig.

Das Volk kann Herrschaft auf verschiedene Weise ausüben.

In den kleinen überschaubaren Stadtstaaten des antiken Griechenland kam das Volk, das waren damals die freien Männer, auf dem Marktplatz zusammen und stimmte über die Gesetze ab.

In den heutigen Großstaaten ist diese Form direkter Demokratie nicht mehr praktikabel.

Das Volk kann in der modernen Massendemokratie die Herrschaft nur mittelbar und indirekt ausüben, indem es sie auf Vertreter (Repräsentanten) überträgt.

 

 

Quelle:
Fotos: www.motivschmiede.de
Text mit freundlicher Genehmigung von Horst Pötzsch, Autor des Buches "Die deutsche Demokratie"

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