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Mädchen gehen seltener zur Schule

Abb Von den etwa 120 Millionen Kindern im Grundschulalter, die weltweit nicht zur Schule gehen, sind mehr als die Hälfte Mädchen, vor allem aus dem Süden Afrikas und Südasien.

In den meisten Entwicklungsländern werden Mädchen seltener eingeschult als Jungen, besuchen weniger häufig weiterführende Schulen und brechen den Schulbesuch häufiger ab.

Es gibt weltweit rund 900 Millionen Analphabeten, das sind Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Zwei Drittel davon sind Mädchen und Frauen.

Gründe dafür, dass viele Mädchen nicht zur Schule gehen, gibt es mehrere.

Abb Nicht alle Familien verstehen den Wert der Bildung für Mädchen. Sie glauben, Schule sei überflüssig, weil ein Mädchen ja heiratet.

Wenn der Schulbesuch dann Geld kostet, der Schulweg lang und unsicher ist und die Arbeitskraft der Kinder zu Hause gebraucht wird, werden eher die Jungen als die Mädchen zur Schule geschickt.

Eltern lassen sich leichter vom Schulbesuch für ihre Töchter überzeugen, wenn sich die ganze Dorfgemeinschaft dafür einsetzt.

Das Vertrauen der Eltern in die Schule wächst auch, wenn die Mädchen von einheimischen Lehrerinnen unterrichtet werden und sanitäre Anlagen für Mädchen vorhanden sind.

Für die Mädchen sind diese Frauen gleichzeitig Vorbilder, die sie zu weiteren Lernanstrengungen ermutigen.

Auch in der Entwicklungshilfe wurde bisher zu wenig auf den Schulbesuch der Mädchen geachtet.

In welchem Ausmaß gut ausgebildete Mädchen und Frauen zur Entwicklung ihres Landes beitragen, wird noch nicht genug berücksichtigt.



Bildung für Mädchen bedeutet Bildung für die ganze Familie. Dadurch gewinnen auch die Jungen und Männer. Mädchen, die zur Schule gehen, heiraten später und bekommen weniger Kinder.

Gebildete Frauen setzen in der Regel alles daran, ihre Kinder ebenfalls in die Schule zu schicken. Sie sind in der Lage, besser für die Gesundheit ihrer Kinder und ihres Mannes zu sorgen und mehr Geld für ihre Familie und für ihr Dorf zu erwirtschaften.

Je höher die Schulbildung einer Frau ist, desto weniger lässt sie sich in ihrer Familie oder ihrer sozialen Umgebung unterdrücken oder ausbeuten.

 

 

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von: http://www.unicef.de

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