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Burg Scharfenstein im Erzgebirge

Eine Besichtigung lohnt sich ... 

Abb Jeder weiß, dass das Erzgebirge in Sachsen eine der reizvollsten Landschaften in Deutschland ist. Aber nicht alle wissen, dass in dieser Mittelgebirgslandschaft eine wunderschöne kleine Burg liegt, die schon über 600 Jahre alt ist.
Es ist die Burg Scharfenstein.
Ihren großen Bergfried, das ist der Schutzturm in der Mitte der Burg, kann man schon aus großer Entfernung sehen. Jeder in Sachsen kennt auch die Lebensgeschichte von Karl Stülpner, der als Rebell des Erzgebirges bezeichnet wird.
Im Jahre 1762 wurde er in Scharfenstein geboren. Der "Sohn der Wälder", wie er im Erzgebirge genannt wird, hat die Burg am 12. Oktober 1795 belagert und den damaligen Besitzern einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Heute könnt ihr auf der Burg eine Ausstellung zu seiner Lebensgeschichte besuchen und den DEFA-Spielfilm "Stülpner Karl" ansehen.

Die Sehnsucht nach dem Licht 

Abb In ganz Deutschland kennt man vor allem zur Weihnachtszeit die kunsthandwerklichen Erzeugnisse aus dem Erzgebirge:

Holzspielzeug, wunderschöne alte Puppenstuben, Pyramiden und Lichterbögen, Engel, Bergleute, Nussknacker...

Viele dieser leuchtenden Kunstschätze hat Johannes Martin (ein echter Erzgebirgler) über Jahrzehnte gesammelt. Heute werden sie in der Ausstellung
"Die Sehnsucht nach dem Licht" den Besuchern gezeigt.

Auf der Burg kannst du auch sehen, wie die Gegenstände gemacht und welche Werkzeuge dabei verwendet wurden. Viele Ausstellungsstücke kannst du in die Hand nehmen, be-greifen, anfassen, bewegen, fühlen...

Hier auf der Burg kann man zur Geschichte und zu den Menschen des Erzgebirges sehr viel lernen. Deshalb ist ein Burgausflug für Schulklassen ein Muss.
Besonders zur Weihnachtszeit, wenn in der Ortschaft Scharfenstein überall Lichterbögen, beleuchtete Tannenbäume und an einigen Häusern bewegliche Figurengruppen zu sehen sind, lohnt sich ein Besuch besonders.

 

Die Geschichte der Burg Scharfenstein 

Abb Zum ersten Mal wurde die Burg Scharfenstein im Jahre 1372 erwähnt. Seit 1349 befand sie sich als markgräfliches Lehen in den Händen von Johann von Waldenburg.
Im Jahre 1439 wurde die Burg an den Münzmeister von Freiberg verkauft. Und danach hat sie noch sehr oft den Besitzer gewechselt.

Etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts, wurde die gesamte Anlage erneuert, sie erhielt Gesellschaftsräume, Kirchen- und Witwenflügel und das Torhaus.
1921 wurde die Burg durch ein Großfeuer erheblich zerstört. Unter Leitung des Baumeisters Prof. B. Ebhardt wurde die Burganlage in nur zwei Jahren wieder -wie ursprünglich- aufgebaut.

Während des Krieges in der Hitlerzeit wurden auf der Burg Kunstschätze aus Dresden versteckt. Nach dem Krieg gab es die Bodenreform und das bedeutete, dass die Burg wie viele andere Burgen dem Besitzer abgenommen wurde.
Bis 1990, dem Beginn der Wende diente die Burganlage dann als Bergschule, als Kinderheim und zuletzt als Jugendwerkhof.

Seit 1993 sorgt der Freistaat Sachsen für die Burganlage und seitdem kann jeder wieder auf diese herrliche Burg.

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Quelle: Fotos: Martin Dunert

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