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Kattas - Die niedlichen kleinen Waldgeister

Ein Halbaffe aus der Familie der Lemuren

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Vorkommen

Kattas sind Halbaffen aus der Familie der Lemuren und leben im Südwesten der Insel Madagaskar.

Hier bewohnen die Kattas sowohl die Trockenwälder als auch die Savannen.

In ihrer Heimat Madagaskar werden Kattas auch als Waldgeister („Lemures") bezeichnet.

Denn ihre lauten, klagenden und furchterregenden Schreie sind weithin hörbar, doch die kleinen Äffchen selbst sind im Blätterdickicht nicht sichtbar.

Kattas sind den ganzen Tag über aktiv. Sie klettern sehr geschickt auf die höchsten Baumkronen und können sogar problemlos an senkrechten Baumstämmen emporklettern. Doch meistens halten sie sich am Boden auf, wo sie auf allen Vieren mit erhobenem Schwanz umherlaufen.

 

Aussehen

Der Katta erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 35 bis 45 cm und wiegt dabei 2,4 bis 3,7 Kilogramm.

Der etwa 55 cm lange, buschige und auffällig schwarz-weiß geringelte Schwanz ist länger als sein Körper. Er dient ihm nicht nur als Balancierstange beim Klettern, sondern wird mit den schwarzweißen Ringen sowohl als Signalfahne als auch als Duftwedel verwendet.

Die Grundfarbe des dichten und weichen Fells der Kattas ist dunkelgrau bis perlgrau, während die Bauchseite hellgrau bis weiß ist.

Das fuchsartige Gesicht mit der langgezogenen, dunklen Schnauze und die Ohren sind ebenfalls schwarzweiß gezeichnet.

Die Ohrmuscheln sind dreieckig und haben abgerundete Spitzen. Die leuchtenden, gelben Augen der Kattas werden von der hellgrauen Augenpartie sowie dem dunkelgrauen Kopf regelrecht umrahmt.

 

Lebensweise

Kattas gehören zu den Tieren, die sich allein nicht wohl fühlen. Sie bewohnen in Gruppen von 20 bis 40 Tieren gemeinsam ein großes Revier. Mit den Ausscheidungen ihrer Drüsen markieren sie das Gebiet, in dem sie leben gegenüber anderen Gruppen von Tieren.

Sowohl die Männchen als auch die Weibchen haben Unterarmdrüsen. Die Männchen haben außerdem noch Drüsen unter der Achselhöhle, an den Hoden und am Kinn.

Auch die Weibchen verfügen an den Geschlechtsorganen über Sekretdrüsen. Wenn Kattas einem Artgenossen drohen wollen, reiben sie ihren Schwanz mit den Sekreten der Unterarmdrüse ein.

Der Katta zieht den Schwanz zwischen seinem Arm und dem Körper an der Drüse vorbei. Anschließend hebt er seinen Schwanz aufrecht über den Körper und schüttelt ihn heftig drohend hin und her. Als Waffe gegen Feinde und auch den Menschen setzen Kattas Urin und Kot ein.

Während die Weibchen und die Jungen den Mittelpunkt einer Gruppe von Kattas bilden, ziehen die Männchen von einer Gruppe zur anderen.

Kattas können sehr gut springen und landen immer auf den Hinterbeinen zuerst.

Auf dem Boden kann man einen Katta auch aufrecht stehend beobachten.

Mit den Händen hält er die Nahrung fest, oder er leckt die zuvor in Wasser getauchte Hand ab um zu trinken.

Abends klettern die Kattas auf ihren Schlafbaum bis hoch unter das Blätterdach, und auch in der Mittagszeit machen sie häufig eine Rast im Schatten großer Bäume.

Am Morgen kann man beobachten, wie sie mit ausgebreiteten Armen ein Sonnenbad nehmen.

Bei einer drohenden Gefahr, stoßen die Kattas bellende Warnrufe aus.

Wenn sie sich wohl fühlen, schnurren sie vor sich hin, und vor dem Einschlafen stoßen sie laute Rufe aus, um sicher zu gehen, dass alle Mitglieder der Gruppe anwesend sind.

Die Verständigung zwischen den Kattas findet aber nicht nur durch Töne statt.

Sie teilen sich auch durch verschiedene Signale, Körperlagen und Gesichtsausdrücke mit. Besonders ihr Mienenspiel ist sehr vielseitig und ähnelt dem der meisten Affenarten.

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Nahrung

Die Kattas sind Pflanzenfresser und ernähren sich von Früchten, Blättern, Gras, Blüten aber auch von Baumrinde, die sie mit ihren unteren Schneidezähnen von den Bäumen abschaben.

Ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie, indem sie Tau und Regen auflecken und saftige Früchte verzehren.

 

Fortpflanzung

Die Weibchen einer Gruppe werden alle zur gleichen Zeit gattungsbereit.

In der Paarungszeit von April bis Juni finden unter den Männchen heftige Kämpfe statt.

Sie bedrohen ihren Gegner mit dem aufgerichteten Schwanz, schlagen aber auch schon mal mit den Eckzähnen auf den Gegner ein.

Nach einer Tragezeit von ungefähr 136 Tagen bringen die Weibchen gewöhnlich ein Junges zur Welt.

Nur selten kommt es vor, dass 2 bis 3 Junge geboren werden.

Die jungen Kattas sind voll behaart, haben bereits offene Augen und sind schon von Beginn an sehr selbständig.

Die Kattakinder haben zunächst blaue Augen, die mit zunehmendem Alter leuchtend gelb werden.

Die Weibchen tragen sie zunächst auf dem Bauch und später auf dem Rücken umher.

Ein halbes Jahr lang werden sie von der Mutter gesäugt, können aber auch nach einem Monat schon feste Nahrung zu sich nehmen.

Im Alter von sechs Monaten sind die jungen Tiere dann völlig selbständig.

Feinde - Lebenserwartung

In Gefangenschaft haben Kattas schon ein Alter von 20 Jahre erreicht.

Obwohl der Bestand stellenweise recht groß ist, sind die Tiere durch die Zerstörung des Lebensraums und die Bejagung bedroht.

Die Feinde der Kattas sind vor allem Greifvögel, aber auch Menschen, die Jagd auf diese niedlichen Äffchen machen.

 

 

Quelle:
Fotos: Copyright © 2008 GSM Grundschulmaterial Verlagsgesellschaft mbH (MF)
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Unter www.grundschulmaterial.de gibt es eine Präsentation, Arbeitsblätter und viele Fotos zum Katta

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