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Das Federkleid der Vögel

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Die Federn eines Vogels, die es bei den heute lebenden Arten in vielen Farben und Formen gibt, bestehen so wie die Schuppen eines Reptils und die Haare eines Säugetieres aus Keratin (einem zähen Protein).

Doch diese Federn haben sich im Laufe der Evolution zu ganz fantastischen Gebilden entwickelt.

Alle Vögel aber weisen bestimmte Arten von Federn auf, die eine Vielzahl von Aufgaben zu erfüllen haben.

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Die unterste Federschicht, die Daunenfedern, bilden eine weiche und leichte Schicht um den Körper der Vögel.

Sie schützen und isolieren die Haut und sorgen für eine gleichbleibende Körpertemperatur.

Diese Daunenfedern oder Flaumfedern halten auch schon junge Vogelküken warm und bieten ihnen Schutz.

Daher plustern sich die Vögel an kalten Wintertagen auch auf, um möglichst viel isolierende Luft um ihren Körper zu sammeln.

Die über den Daunenfedern liegenden Deckfedern bilden eine zusätzliche Schutzschicht.

Die großen und breiten Flügel- und Schwanzfedern bilden die Tragflächen, die es den Vögeln ermöglichen zu fliegen.

Als Auftrieb und Schub für das Fliegen dienen die Schwungfedern (auch Flugfedern genannt), während die Schwanzfedern eine Steuerfunktion haben.

 

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Und alle Federn sind natürlich - wie das Wort schon sagt - federleicht.

Beim Fliegen kann ein Vogel sie so dicht an den Körper legen, dass sie der Luft so wenig Widerstand wie möglich bieten.

Doch obwohl eine einzelne Feder von äußerst geringem Gewicht ist, wiegt das Gefieder eines Vogels zwei oder dreimal mehr als sein an das Fliegen angepasste sehr leichte Skelett.

Mindestens einmal im Jahr wächst den Vögeln ein neues Federkleid. Wenn einem Vogel die alten Federn ausfallen und dafür neue wachsen, bezeichnet man diese Zeit als Mauser.

 

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Manche Vögel (z.B. die Gänse) können während dieser Zeit nicht fliegen.

Alle Vogelarten gehen sehr sorgsam mit ihrem Federkleid um - als wenn sie wüssten, wie wertvoll ihr Gefieder als Schutz für den Körper und als Fluginstrument ist,

Sie pflegen ihre Federn sehr gründlich, indem sie z.B. Insekten und Schmutz mit ihrem Schnabel entfernen.

Viele Vögel fetten ihre Federn auch ein, um sie wasserabstoßend und geschmeidig zu machen.

Die unterschiedlichen Farben und Zeichnungen des Federkleids erfüllen bei den verschiedenen Vogelarten diverse Funktionen.

Ein eher braunes, graues oder gestreiftes Gefieder (Tarnfarben) dient als Schutz vor Feinden, während ein auffälliges und farbenprächtiges Gefieder (z.B. beim Pfau) den Zweck hat, den Partner zur Paarungszeit anzulocken.

 

Quelle:
Fotos: Copyright © 2007 Medienwerkstatt Mühlacker (MF)
www.grundschulmaterial.de

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