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Balz, Paarung und Fortpflanzung von Vögeln

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Zur Fortpflanzung paaren sich die meisten Vogelarten nur vorübergehend für eine Brutzeit oder eine Saison.

Nur manche Gänsearten wie zum Beispiel die Höckerschwäne und auch einige andere Arten (z.B. Pinguine) verpaaren sich lebenslang miteinander.

Bevor die weiblichen Vögel Eier legen können und ein Vogelpaar mit der Aufzucht der Jungen beginnen kann, müssen sie sich zunächst einmal paaren.

Die Paarbildung bei den Vögeln ist oft mit einer Balz verbunden, bei der sich das Weibchen ein Männchen aussucht.

Unter Balz versteht man die Verhaltensweisen der Vögel vor der Begattung bzw. das Vorspiel bei der Paarung von Tieren.

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Den männlichen Tiere stehen je nach Art die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Verfügung, um ein Weibchen besonders zu beeindrucken.

Einige Vogelarten (z.B. der Pfau) präsentieren ihr farbenprächtiges Gefieder in einer Art Balztanz, um das Weibchen anzulocken.

Wenn der Pfau seinen Balztanz vorführt, breitet er seine Schwanzfedern aus und bildet einen großen Fächer, um seine Schmuckfedern vorzuführen, von denen viele Menschen sagen, dass sie zu den schönsten Vogelfedern der Welt gehören.

 

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Auch mit besonders schönem Gesang und Lockrufen versuchen Vogelmännchen ihre künftige Partnerin anzulocken.

Diese Art der Brautschau erklärt auch, warum die Männchen unter den Vögeln meistens größer und farbenprächtiger aussehen.

Die Weibchen hingegen sind oft eher unscheinbar und matter gefärbt, was ihnen bei der späteren Bebrütung der Eier zugute kommt.

Die eigentlich Befruchtung findet bei den Vögeln innerlich statt, obwohl das Männchen bei den meisten Arten keinen Penis besitzt, sondern nur einen erektilen Fortsatz an der Kloake (der Fortpflanzungsöffnung).

Bei der Befruchtung wird die Kloake vorgestülpt und der Samen in die Kloake des Weibchens entleert.

Beim Penis protrudens (das ist ein ausstülpbarer Penis), über den zum Beispiel Entenvögel, Laufvögel und Steißhühner verfügen, befindet sich ein echtes Begattungsorgan in der Kloake, das bei der Erektion nach außen gestülpt wird.

Die Fortpflanzung erfolgt bei allen Vögeln durch dotterreiche und hartschalige Eier, die meistens in mehr oder weniger kunstvollen Nestern abgelegt werden.

 

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Die Bebrütungsdauer, die von einem oder beiden Elternteilen durchgeführt wird, ist je nach Art und der Wärme des Lebensraums unterschiedlich lang.

Sie beträgt z.B. bei kleinen Singvögeln 11 bis 13 Tage, bei Gänsen und Enten etwa vier Wochen, beim afrikanischen Strauß sechs Wochen und bei den Pinguinen sogar neun Wochen.

Bei den meisten Arten ist die Brutpflege durch beide Elternteile sehr ausgeprägt.

Besonders bei den nesthockenden Arten ist eine wochenlange Fütterung der kleinen Vögel erforderlich.

Aber auch die Nestflüchter werden lange Zeit bewacht und geführt.

Mit zunehmendem Alter jagen die Jungvögel dann häufiger selbständig, bleiben dabei aber noch in der Nähe der Eltern.

Die Fortpflanzungszeit ist bei den einzelnen Vogelarten sehr unterschiedlich und richtet sich nach den Ernährungsbedingungen in ihrem Lebensraum.

In Mitteleuropa liegt sie fast ausschließlich im Frühjahr und im Frühsommer.

 

Quelle:
Foto 1: http://images.fws.gov/
Foto 2: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Peacock.detail.arp.750pix.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain
Foto 3: http://images.fws.gov/
Foto 4: Medienwerkstatt Mühlacker 2007

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