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Taschenratte - Pocket Gopher

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Die Taschenratten (lat.: Geomyidae; engl.: Pocket Gopher) gehören zu den Nagetieren und kommen mit rund 270 verschiedenen Formen fast ausschließlich in Nordamerika vor.

Aussehen

Das Aussehen der Taschenratten erinnert in nichts mehr an ihre Zugehörigkeit zur Hörnchenverwandtschaft. Sie wirken eher wie Verwandte der Wühlmäuse oder der Maulwürfe.

Sie weisen nur sehr kleine Augen und Ohren auf. Der Körper ist eher plump, und die Beine sind recht kurz. Auch der nackte Schwanz ist nicht besonders lang.

Taschenratten weisen einen sehr empfindlichen Tastsinn auf.

Als Anpassung an ihre grabende Lebensweise scheiden die Tränendrüsen der Taschenratten ständig einen dickflüssigen Stoff aus, um die Augen vor dem Eindringen von Schmutz zu schützen.

 

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Ihre Zähne befinden sich außerhalb der Lippen, die sich dahinter lückenlos schließen lassen. So sind die Tiere in der Lage, die Zähne zum Graben einzusetzen, ohne dass Dreck und Sand in ihr Maul eindringen können.

An den Vorderfüßen haben die Taschenratten je fünf kräftige Grabklauen.

Sie weisen eine Größe zwischen 9 und 30 cm (Kopfrumpflänge) auf, hinzu kommen 4 bis 14 cm Schwanzlänge.

Ihren Namen haben die Taschenratten von ihren großen Felltaschen, die zum Verstauen von Nahrung vorgesehen sind.

Diese Vorratstaschen befinden sich außen an den Wangenseiten und können zu Reinigungszwecken nach außen gestülpt werden.

 

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Lebensweise

Taschenratten verbringen fast ihr gesamtes Leben unter der Erde. Nur ihre Nahrungssuche führt sie in Ausnahmefällen an die Oberfläche.

Sie graben zwei verschiedene Sorten von Tunneln.

Die Tunnel für die Nahrungssuche verlaufen dicht unter der Erdoberfläche und sind sehr eng und schmal. Da das Wenden in diesen engen Röhren oft schwierig oder gar unmöglich ist, laufen Taschenratten oft auch rückwärts durch ihre Gänge.

Dabei dient ihnen der vorgestreckte Schwanz als eine Art Fühlorgan. Er trägt viele empfindliche Tasthaare, die ihn zu einem nahezu einmaligen Tastorgan machen.

Ihr Bau mit den Nest-, Schlaf- und Lagerkammern liegt tiefer und erreicht beträchtliche Größen.

 

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Taschenratten halten keinen Winterschlaf. Doch in den nördlichen Gebieten stellen sie in der kalten Jahreszeit das Graben fast vollständig ein.

Sie ernähren sich von den unterirdischen Teilen von Pflanzen wie Wurzeln und Knollen.

Sie verstauen die Nahrung zunächst in ihren Backentaschen und bringen sie dann in die tiefer gelegenen Vorratskammern.

Zu den Feinden der Taschenratten zählen hauptsächlich grabende Raubtiere wie Skunks und Silberdachse.

Auch einige Natternarten folgen den Taschenratten in ihren Gängen und werden daher auch als „gopher snakes" bezeichnet.

Taschenratten sind konsequente Einzelgänger, die nur zum Zweck der Fortpflanzung kurz zusammenkommen. Treffen aus anderen Gründen zwei Alttiere aufeinander, kommt es zu erbitterten Kämpfen.

Ein Taschenrattenweibchen kann pro Wurf zwei bis zehn Junge zur Welt bringen.

Durch ihre starke Wühltätigkeit haben Taschenratten großen Einfluss auf die Bodenbeschaffenheit und die Pflanzendecke. Einige Arten werden in manchen Gebieten der USA und Mexikos sehr schädlich, da sie dort bei Massenauftreten ganze Ernten vernichten können.

 

Quelle:
Fotos: http://www.nps.gov/yell/
public domain

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