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Maulbronn: Klostergeschichte - Teil 2

Das Maulbronner Tal war ein günstiger Platz 

Abb Die Mönche, die angefangen haben, die Klosteranlage in Maulbronn zu bauen, gehörten dem Orden der Zisterzienser aus Frankreich an. Während die Benediktiner, das ist auch eine große Ordensgemeinschaft, ihre Klosterbauten meistens für viele, von weitem sichtbar, auf Berge und Hügel gebaut haben, versteckten die Zisterzienser ihre Klöster gerne in Tälern und in nur schlecht zugänglichem Gebiet.
Eine solche Lage bot mehr Schutz gegen umherziehende Raubritterbanden. Für eine Klostergründung erfüllte Maulbronn einen wichtigen Grundsatz des Zisterzienserordens, dessen Ziel es war, abgeschieden von der Welt in Armut zu leben.

Das Kloster wird gebaut 

Abb In den folgenden 400 Jahren haben die Maulbronner Mönche einen Klosterbetrieb geschaffen, von dem viele Ideen das mittelalterliche Leben der Menschen in religiöser, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht beeinflusst haben.
Wohlüberlegte Planung, Fleiß und handwerkliches Geschick der Zisterziensermönche in Maulbronn verhalfen dem Kloster zu raschem Wachstum, und so konnte schon bald die große, dreischiffige romanische Kirche, der Gottesmutter Maria geweiht werden.

Im Kloster, an der Kirche und an den vielen Wirtschaftsgebäuden wurde ständig umgebaut, geändert, erweitert und renoviert. So erklärt sich auch, warum man heute fast alle Baustile des Mittelalters bei der Maulbronner Klosteranlage findet.
Die Männer aus den umliegenden Dörfern mussten natürlich beim Bau der gesamten Anlage kräftig mitarbeiten.
Mit unglaublichem Geschick, mit viel Geduld und wahrscheinlich auch vielen Blasen an den Händen, haben die Steinmetze die Fenster des Kreuzganges aus Maulbronner Sandsteinen gemeißelt.
In Maulbronn gibt es die Steinbrüche noch heute.

 

Der schönste Teil ist der Kreuzgang 

Abb Der Kreuzgang liegt bei den Klosteranlagen der Zisterzienser in der Mitte der religiösen Gebäude. Er sieht aus wie ein quadratischer Rundweg, der überdacht ist.
Kunstvoll gestaltete Fenster eröffnen den Blick in den Garten, der den Mittelpunkt des Klosters bildet.
Und von diesen Kreuzgängen aus erreichen die Mönche ihre Schlafräume, die Speisesäle, die Bibliothek und natürlich auch die Kirche, in der sie nach bestimmten Regeln mehrmals am Tag und in der Nacht beten mussten. Fremde, aber vor allem Frauen, durften diesen Bereich des Klosters nicht betreten.

Der Kreuzgang mit seinem Garten erfüllt die Lebensregel für die Mönche geradezu ideal.
Die Mönche sollten in einem von der Außenwelt abgeschlossenen Bereich leben und nur über einen Garten, inmitten des Kreuzganges, den Blick zum Himmel richten können.

Beten und Arbeiten 

Abb Allein durch das Beten und viele andere Bemühungen, Gott zu gefallen, konnten die Mönche natürlich nicht leben. Sie mussten auch Sorge tragen für ihre Nahrung, und für alles, was sie täglich zum Leben benötigten.
Und deshalb beherrschten sie auch die Kunst vieler Handwerker, waren vor allem gute Landwirte und es gelang ihnen, auch in Maulbronn, an den Talhängen, Wein anzubauen.

Man kann nur vermuten, dass ihnen dieser Wein sehr geschmeckt hat, denn ein Abt aus Maulbronn hat einmal behauptet:

"Unsere Weinfässer sind größer als die Wohnungen der ägyptischen Mönche und unsere Fruchtspeicher geräumiger als ihre Klöster."

Wenn man die heutige riesige Klosteranlage sieht mit ihren verschiedenen Speicherhäusern und Kelleranlagen, dann kann man dem Abt ruhig glauben.

 

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