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Nebel

Abb Als Nebel wurden in der Astronomie ursprünglich alle leuchtenden flächenhaften Objekte an der Himmelskugel bezeichnet.
Dazu gehörten auch Galaxien (Spiralnebel) und Sternhaufen, denn sie können im Teleskop oder mit bloßem Auge als Nebelflecke erscheinen.

Heute wird die Bezeichnung Nebel jedoch fast ausschließlich für interstellare Wolken aus Staub und Gas verwendet, die je nach Art ihres Leuchtens in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden:

Abb - Emissionsnebel, die angeregt durch das Licht heißer Sterne selbst Licht aussenden (z. B. der Orionnebel M 42)

- Reflexionsnebel, die das eingestrahlte Licht naher Sterne reflektieren (z. B. in den Plejaden M 45)

- Planetarische Nebel, bei denen die abgestoßenen Gashüllen vom heißen Überrest eines Sterns zum Leuchten angeregt werden (z. B. der Ringnebel M 57)

- Supernovaüberreste, die mit hoher Geschwindigkeit auf die interstellare Materie treffenden und dadurch zum Leuchten gebrachten Gashüllen, die in der Supernova eines Sterns fortgeschleudert wurden (z. B. der Krebsnebel M 1)

- Gelegentlich Dunkelwolken (Dunkelnebel), die das Licht dahinterliegender Objekte absorbieren, also nicht leuchten (z. B. der Pferdekopfnebel B 33)

Außerdem wird in der Astronomie der Sonnennebel, die Gaswolke, aus der sich das Sonnensystem gebildet haben soll, als Nebel bezeichnet.

 

 

Quelle:
Bilder: Mit freundlicher Genehmigung von ESA, http://www.spacetelescope.org

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