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Fata Morgana

Abb Der Begriff „Fata Morgana“ wird für Luftspiegelungen benutzt.

Die Bezeichnung stammt aus der Straße von Messina.

Der Name nimmt Bezug auf die Fee (italienisch: Fata) Morgana (von dem arabischen Wort: Margan – Koralle).


Abb Die Fee Morgana war im italienischen Volksglauben eine Zauberin, für deren Werk diese Erscheinungen gehalten wurden.

An der Straße von Messina (Die Straße von Messina ist die Meerenge zwischen Kalabrien auf dem italienischen Festland und der Insel Sizilien, die das Tyrrhenische Meer mit dem Ionischen Meer verbindet) kommt es vor, dass zum Beispiel Bäume oder Häuser am gegenüberliegenden Ufer in die Luft gehoben erscheinen.

 

Abb Solche Spiegelungen kommen besonders mittags an sonnigen Küsten vor, wenn die Luft über dem Wasser dichter und kühler ist als die darüber liegende, vom Festland her strömende und dort erhitzte Warmluft.

An den Grenzflächen zwischen den verschiedenen Luftmassen werden die Lichtstrahlen reflektiert.

Besonders in der Wüste kommen solche Luftspiegelungen besonders häufig vor.





Abb

Hier entstehen sie an der Grenzfläche zwischen der erhitzten Bodenluft durch die Reflektion der auftreffenden Lichtstrahlen.

Sie täuschen den Wüstenreisenden eine Wasserfläche vor, in der sich die umliegenden Berge oder die Bäume eines trockenen Flussbettes spiegeln können.

Dadurch wird die Vorstellung, dass es sich wirklich um eine Wasserfläche handelt noch verstärkt.

Wenn die Heißluft sehr stark ist, kann ihre Obergrenze auch wie ein Spiegel wirken und sehr weit entfernte Gegenstände in die Nähe projizieren.

Eine Fata Morgana in der Wüste wurde schon vielen Menschen zum Verhängnis, die in Folge von Wassernot unter starken Konzentrationsschwächen und Halluzinationen litten und häufig mit letzter Kraft, auf die vermeintliche Wasserquelle zuliefen.

Dabei aber gerieten sie immer tiefer in die Wüste, was schon oft zu einer tödlichen Falle wurde.

Diese Art Luftspiegelungen in der Wüste wurden erstmals im Jahre 1798 von dem Mathematiker und Physiker Gaspard Monge untersucht.

Gaspard Monge begleitete die Armee von Napoléon Bonaparte auf einer Expedition nach Ägypten und behielt als einziger Teilnehmer dieser Expedition einen kühlen Kopf, als zahlreiche Luftspiegelungen die Armee in Angst und Schrecken versetzten.

Eine Fata Morgana gibt es jedoch nicht nur über dem Meer und in der Wüste. Sie kann überall dort auftreten, wo kalte und warme Luftschichten übereinander liegen. An der Grenze zwischen beiden Luftschichten wird die Luft dann zum Spiegel.

 

Quelle:
Foto 1: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f3/2005-08-22_fata_morgana.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License
Fata Morgana seen on Norwegian coast

Foto 2: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Roadmirage.jpg http://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain

Foto 3: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Seamiragetrees.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License

Foto 4: http://www.photolib.noaa.gov/library/libr0517.htm
"Mirage" in "The Aerial World," by Dr. G. Hartwig, London, 1886

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