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Goldgelbes Löwenäffchen

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Das Goldgelbe Löwenäffchen (lat.: Leontopithecus rosalia rosalia)ist ein lebhafter Baumbewohner der Regenwälder Südostbrasiliens, das seinen Namen dem mähnenartig verlängerten Fell an Kopf und Schultern verdankt.

Speziell ist, dass sich in einer Gruppe nur das ranghöchste Elternpaar fortpflanzt, während die anderen Gruppenmitglieder durch ihre niedrigere Stellung unter einem sozialen Stress stehen, der zu einer sogenannten psychischen Kastration führt.

Die Jungen reiten auf dem Rücken des Vaters oder der älteren Geschwister, die so die Aufzucht von Jungtieren erlernen.

Das Löwenäffchen ist in seinem natürlichen Lebensraum stark vom aussterben bedroht.

Steckbrief 

Verwandtschaft: Neuweltaffen, Krallenaffen
Lebensraum: bevorzugt tropische Primärwälder, bewohnt aber auch Sekundärwälder
Futter: Insekten, Spinnen, Früchte, Blätter, Blüten, Baumsäfte
Gewicht des Männchens : 380 bis 700 g
Gewicht des Weibchens: 380 bis 700 g
Gewicht des Jungtiers: Neugeborene 50 bis 60 g
Paarungszeit: ganzjährig
Tragzeit: 132 bis 145 Tage
Wurfgröße: 1 bis 2 Junge, selten 3
Geschlechtsreife: 16 bis 20 Monate
Lebenserwartung: über 10 Jahre
Lebensweise: Familiengruppen

 

Der Zoo als Arche Noah - eine Chance für das Goldgelbe Löwenäffchen

Anfang der Siebzigerjahre war der Bestand dieses Krallenäffchens in seiner brasilianischen Heimat auf einige Dutzend geschrumpft.

Ursache dafür war vorwiegend die Zerstörung der Küstenregenwälder (98% des ursprünglichen Verbreitungsgebietes).

Damals wurde weltweit ein Programm zur Rettung des Löwenäffchens gestartet. Die 71 in den Zoos vorhandenen Tiere (48 Männchen und 23 Weibchen) wurden in einem internationalen Zuchtbuch erfasst.

Innerhalb von 15 Jahren entstand daraus eine Zoopopulation von über 500 Goldgelben Löwenäffchen. Seit 1984 werden einige dieser Tiere in Schutzgebieten wiederangesiedelt.

Das ging anfangs nicht ohne Probleme, die Sterblichkeit war sehr hoch. Deshalb wurden die Tiere mit speziellem Training der Nahrungssuche und Vermeidung von Gefahren auf das Leben in Freiheit vorbereitet.

Das Projekt scheint Erfolg zu haben: Die ausgewilderten Tiere ziehen sogar wieder Junge auf.

Trotz dieser vielfältigen Anstrengungen ist diese Tierart langfristig nur dann zu retten, wenn alles getan wird, um ihren Lebensraum zu erhalten.

 

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung von: Zoo Zürich, www.zoo.ch

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