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Geschichte des jüdischen Volkes

Abb Nach der Thora beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes mit dem Bund, den Gott mit Abraham schließt.

Die jüdische Tradition sieht Abraham als den Begründer des Glaubens an einen einzigen, unsichtbaren Gott. Diesen Bund setzte Gott mit Abrahams Sohn Isaak und dessen Sohn Jakob fort. Jakob hatte zwölf Söhne, die zu den Stammvätern der zwölf Stämme Israels wurden: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Issaschar, Sebulon, Benjamin, Dan, Naphtali, Gad, Asser und Joseph. Diese zogen von Kanaan (dem heutigen Palästina bzw. Israel) nach Ägypten, wo ihre Nachfahren (die Hebräer) vom Pharao versklavt wurden. Aus dieser Sklaverei wurden die von Moses angeführten Hebräer durch Gott befreit, der ihnen am Berg Sinai die Thora offenbarte.

Die Bezeichnung "Juden" bedeutete ursprünglich "Judäer" und hat ihren Ursprung im Königreich Juda, das seinen Namen wiederum von den darin lebenden Angehörigen des Stammes Juda hatte. Der Name "Judentum" bezieht sich somit ursprünglich nur auf diesen einen von allen Stämmen Israels.

Rechts sieht man eine Karte von Judäa. Sie erschien in einem Historischen Schul-Atlas aus dem Jahr 1917.

Abb Nach der so genannten babylonischen Gefangenschaft (ab 586 vor Christus) wurden alle Bewohner der Region von den angrenzenden Völkern als "Judäer" bezeichnet und damit der Name "Juden" auf alle Israeliten ausgedehnt.

Schon sehr früh fanden Auswanderungsbewegungen aus Palästina statt. Spätestens seit der Zerstörung des jüdischen Staates im 1. Jahrhundert nach Christus und der Zerstörung Jerusalems unter Hadrian zerstreuten sich die Juden als geschlossenes Volk endgültig.
Sie wurden oft verfolgt und isoliert.

Viele siedelten ins Römische Reich, später auch nach Babylonien. Die übrigen Anhänger verteilten sich im Hochmittelalter auch in andere Teile Europas. Im Spätmittelalter gingen viele nach Osteuropa, außerdem in die islamische Welt und im Anschluss wieder ins heutige Palästina sowie auch in die Neue Welt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wollten nur wenige Juden wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Sie konnten nicht vergessen, dass viele nichtjüdische Nachbarn weggeschaut hatten bei dem Unrecht, das ihnen angetan worden war.

Viele gingen nach Palästina, dem Land, das Gott ihnen nach ihrem Glauben versprochen hatte.
Palästina stand seit 1916 unter britischer Verwaltung. Die Briten versprachen den Juden einen eigenen Staat: Israel. Aber auch den dort schon lange lebenden Palästinensern (Araber muslimischen Glaubens) hatten sie das Land versprochen.

Der Staat Israel wurde 1948 gegründet.
Israel ist ein weltlicher Staat. Gerichte und Gesetzgebung sind unabhängig von der Religion. Aber weil die meisten Bürger Israels Juden sind, gibt es Politiker, die das politische Leben nach den Geboten der Thora regeln wollen.

Viele Palästinenser wurden bei der Gründung Israels von dem Land, auf dem sie lange gelebt hatten, vertrieben. Hier liegt eine Ursache für den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern.

Links sieht man eine aktuelle Karte von Israel und den angrenzenden Staaten.

 

 

Quelle:
Karte: Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Jud%C3%A4a.JPG
Lizenzstatus: public domain

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