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Ökosystem Regenwald: Humus

Abb Humus (lat. Erde, Boden) ist die Bezeichnung für die organischen Bestandteile des Bodens.

Zur Humusbildung tragen Substanzen bei, die bei bakterieller Zersetzung nicht so leicht abgebaut werden können; z.B. Mineralien.

In unseren Breiten dauert es oftmals Jahre bis organisches Material (Blätter, Äste, tote Tiere usw.) auf dem Waldboden verrottet.

Im Laufe der Zeit (hauptsächlich im Herbst) wird diese Humusschicht aus verrottendem organischem Material immer dicker - die Jahreszeiten verhindern, dass der Prozess der Verrottung ganzjährig unter gleichbleibenden (idealen) Bedingungen stattfinden kann - im Winter ist Pause!

Und irgendwann entsteht so Erde. Darin werden wasserlösliche Nährstoffe zurückgehalten, die dann von Pflanzen über deren Wurzeln aufgenommen werden können.

INFO: Kleintiere & Mikroorganismen

Regenwürmer, Termiten, Ameisen, Käferlarven, Asseln, Hundert- und Tausendfüßer gehören zu den Kleintieren die organisches Material am und im Boden abbauen.

Was Kleintiere nicht abzubauen vermögen, wird von Mikroorganismen übernommen. Dazu gehören Bakterien und Pilze.


Foto 1: Dünne Humusschicht

Auf diesem Bild sieht man sehr gut, dass die Wurzeln der Bäume sehr dicht unter der Oberfläche verlaufen und nicht weit in das Erdreich vordringen. Die Humusschicht - in unseren Breiten wenigstens 30 Zentimeter dick - ist sehr dünn und kaum zu erkennen.

Weshalb ist die Humusschicht im Regenwald so dünn? 

Auf einem Hektar tropischen Regenwaldes finden sich ungefähr 100 Tonnen verrottenden Holzes. Dem stehen nur 200 Kilogramm tierischer Organismen gegenüber, die auf der gleichen Fläche das verrottende organische Material zersetzen.

Dieses Ungleichgewicht müsste im Laufe der Zeit zur Ausbildung einer dicken Humusschicht führen.

Dem ist aber nicht so! Hohe Temperaturen und Niederschlagsmengen führen dazu, dass organisches Material auf dem Boden pausenlos und rasend schnell von Kleintieren und Mikroorganismen zersetzt werden.

Die Humusschicht ist in tropischen Regenwäldern nur wenige Millimeter dick!

 

Holzfresser 

Abb Für viele Kleinlebewesen ist Holz kein verwertbares organisches Material, da sie die wichtigsten Holzbestandteile Zellulose und Lignin nicht verdauen können.

Termiten haben sich auf Holz spezialisiert; sie sind die wohl bekanntesten Holzfresser in den Tropen. Für viele Arten ist Holz Wohnung und Nahrung zugleich.

Dabei nutzen die mit den Schaben verwandten Insekten auch die Vorarbeit von Pilzen.

Foto 2: Verrottung

In einem Jahre dauernden Prozess zersetzen die weißen und schwarzen Pilze den abgestorbenen Ast komplett.

Pilze spielen eine große Rolle bei jeglicher Art von Zersetzung im tropischen Regenwald. Mit dichten Geflechten aus dünnen weißlichen Fäden durchziehen sie alles abgestorbene organische Material, zersetzen es und nehmen die freiwerdenden Nährstoffe auf. Holz gehört zu ihren Spezialitäten.

 

Quelle:
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