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Gottesanbeterin

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Die Gottesanbeterin, (lat.: Mantis religiosa) die ursprünglich aus Afrika stammt, hat sich auf allen Kontinenten ausgebreitet.

In Mitteleuropa ist sie die einzige Art der Fangheuschrecken und kommt in Deutschland nur noch sehr selten vor.

Daher steht sie auf der Roten Liste und gilt als streng geschützt.

Sie darf also weder gefangen noch gehalten werden.

Im Mittelmeergebiet hingegen kommt sie, neben vielen anderen Fangschreckenarten, recht häufig vor.

Aussehen

Die weiblichen Gottesanbeterinnen können bis 7,5 cm lang werden, die Männchen sind deutlich kleiner und erreichen nur eine Länge bis zu 6 cm.

Die Grundfärbung der Tiere reicht von zartgrün bis braun. Die unterschiedlichen Färbungen sind zum Teil erblich bedingt, sie bilden sich aber auch nach den einzelnen Häutungen als Anpassung an die Umgebung.

Gottesanbeterinnen haben einen großen, dreieckigen und sehr beweglichen Kopf sowie ein verlängertes Halsschild.

Die beiden hinteren Beinpaare sind als Schreitbeine gestaltet, während die Vorderbeine zu Fangbeinen umgebildet sind.

Lebensweise und Fortpflanzung 

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Die Gottesanbeterin lebt vor allem im Mittelmeergebiet in vielen unterschiedlichen Lebensräumen.

In Mitteleuropa hingegen ist sie auf ausgesprochene Wärmeinseln angewiesen, damit die Larven im Frühjahr genügend Beute finden.

Die Larven der Gottesanbeterin schlüpfen von Mai bis Juni. Ende Juli bis Anfang August sind die erwachsenen Tiere anzutreffen.

Die Geschlechtsreife tritt vierzehn Tage nach der Häutung ein.

Die weitverbreitete Ansicht, das Weibchen der Gottesanbeterin würde während oder nach der Paarung das Männchen auffressen, ist nach neueren Erkenntnissen nicht zutreffend.

Diese Art von Beobachtungen wurden nur bei Tieren gemacht, die in Gefangenschaft gehalten wurden. Die vermutlichen Gründe dafür sind Ernährungsmängel und die räumliche Nähe der Tiere. Im Freiland tritt dieser Kannibalismus nicht auf.

Die Eier werden in einem Kokon abgelegt. Dabei handelt es sich um eine Schutzhülle aus einer schnell erhärtenden schaumigen Masse, die meistens 60 – 70 Eier enthält.

Während die Tiere im Herbst verenden, überwintern die Eier bis zum nächsten Frühjahr.

Während die europäische Gottesanbeterin vor allem räuberische Insekten wie Zweiflügler und Hautflügler erbeutet, können die großen Mittelmeerarten auch kleine Wirbeltiere oder Jungvögel erlegen. Die Gottesanbeterinnen sind reine Fleischfresser und nehmen keinerlei Pflanzen zu sich.

Sie bewegen sich recht langsam an den Halmen und Stängeln. Die Männchen können auch hüpfen oder kurze Strecken fliegen, wohingegen die Weibchen aufgrund ihres Gewichtes fast flugunfähig sind.

 

 

Quelle:
Fotos: http://www.nps.gov/yell/
public domain

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