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Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Kleiner Odermennig

Abb VORKOMMEN

 

Europa, Nordafrika, Mittel- und Kleinasien.

 

ANWENDUNG / WIRKUNG

 

Innerlich bei leichten, unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen als Stopfmittel.

 

Die adstringierende (zusammenziehende) Wirkung der Droge wird auch zur Behandlung von Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut genutzt. Äußerlich wird ein Dekokt (Abkochung) zu Umschlägen bei oberflächlichen Entzündungen der Haut eingesetzt.

 

Volkstümlich dient die Droge zur Behandlung von Bettnässen, Nieren- und Blasenentzündungen sowie bei Diabetes zur unterstützenden Senkung des Blutzuckerspiegels.

 

Die Wirksamkeit bei diesen Indikationen ist nicht belegt. Zur Teezubereitung verwendet man als Einzelgabe etwa 1½ Teelöffel (ca. 1,5 g) fein zerschnittenes Odermennigkraut.

 


SONSTIGES

 

Agrimonia eupatoria ist eine altberühmte Heilpflanze, die im antiken Griechenland der Pallas Athene geweiht war. Bereits Plinius, Galen und Avicenna erwähnen ihre Heilkraft.

 

Dioskurides setzte die Droge (Eupatorion) zur Heilung von Geschwüren, Dysentherien und Schlangenbissen ein.

 

Im Mittelalter diente sie zur Behandlung von Leber- und Milzerkrankungen, Ruhr, Hundebissen, gegen Würmer und Hauterkrankungen. Der Gattungsname Agrimonia leitet sich wahrscheinlich vom griechischen agros (Feld) und moné (Wohnort), bezugnehmend auf den Standort der Pflanze, oder vom lateinischen argemonia, dem Namen einer Mohnart bei Dioskurides und Plinius ab.

 

Der Artname eupatoria wird dem König von Pontus, Mithridates-Eupator, zugeschrieben. Die deutsche Bezeichnung Odermennig ist eine Umbildung aus dem lateinischen Agrimonia.

 

 

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung von: www.awl.ch/heilpflanzen
Bildquelle: www.awl.ch/heilpflanzen

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