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Sonett 31

Die Herzen alle sind in deiner Brust,
Die ich geliebt, die mir der Tod geraubt,
In dir lebt Liebe und der Liebe Lust,
In dir die Freunde, die ich tot geglaubt.

Wie manche fromme Träne musst' ich weinen,
Die Liebe trauernd meinem Aug' entwand,
Als Zoll der Toten, die jetzt neu erscheinen,
Die ich in dir nach langer Trennung fand.

Du bist die Gruft, da leben meine Toten,
Geschmückt mit Kränzen, meiner Liebe Zier;
Dir ließen sie, was ihnen ich geboten,
Und aller Gut gehört jetzt einzig dir.

Den teuren Bildern gibst du neues Leben,
Mein alles sei, wie ihnen, dir gegeben.

 

 

Quelle:
http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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