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Sonett 35

Nicht klage mehr um das, was du verübt,
Da Bäche Schlamm und Rosen Dornen tragen,
Verfinsterung selbst Mond und Sonne trübt,
In schönsten Knospen garst'ge Würmer nagen.

Wir alle fehlen, und ich selbst darin,
Dass ich in Bildern dich von Schuld befreie,
Um dich zu rein'gen, beuge meinen Sinn
Und Schlimmeres, als du begingst, verzeihe.

Ich richte deine Liebessünde nicht,
Es muss dein Feind als dein Verteid'ger walten,
Und gegen mich wend' ich mich vor Gericht:
So ist mein Herz in Lieb' und Hass gespalten,

Dass mich zum Hehler das Geschick bestimmt
Dem süßen Dieb, der mir so vieles nimmt.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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