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Sonett 46

Mein Herz und Auge sind sich tödlich feind,
Die sich um deinen Vollbesitz beneiden:
Mein Auge hat des Herzens Recht verneint
An deinem Bild, mein Herz will das nicht leiden.

Mein Herz behauptet, dass du in ihm seist,
Im Schrein, den kein kristallner Blick erspähe,
Ein Anspruch, den zurück der Gegner weist,
Da nur in ihm dein schönes Bild bestehe.

Und den Gedanken wird, der Brust Insassen,
Die Frage zur Entscheidung vorgeführt,
Die im gerechten Urteilspruche fassen,
Was hellem Aug' und treuem Herz gebührt:

Das Auge soll den äußern Teil behalten,
Das Herz als Herr der innern Liebe walten.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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