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Sonett 48

Wie sorgsam barg ich allen meinen Tand,
Bevor ich schied, in wohlverschloßner Truhe,
Dass unberührt er mir von fremder Hand
In treuer Hut vor Dieben sicher ruhe.

Doch du, der mehr als aller Reichtum zählt,
Du höchster Trost und Kummer meiner Liebe,
Mein größter Schatz, der mich am meisten quält,
Du bleibst als Beute dem gemeinsten Diebe.

Dich schloss ich nicht im festen Spinde ein,
Nur dort, wo du nicht bist und dennoch weilest,
In meines Busens stillverborgnem Schrein,
Wo du nach Wunsch dich aufhältst und enteilest.

Und hier selbst bist du diebessicher nicht,
Da solch ein Preis selbst Ehrlichkeit besticht.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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