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Sonett 61

Ist es dein Wunsch, daß in der bangen Nacht
Dein Bild den Schlaf von müden Lidern schreckt,
Dass höhnend mich, um alle Ruh' gebracht,
Ein Schatten stets mit deinen Zügen neckt?

Ist es dein Geist, der, von dir ausgeschickt,
Ein Späher aus der Ferne, mich besucht,
Dass er in meiner Schuld und Schmach erblickt
Gehalt und Grund für deine Eifersucht?

Oh, deine Lieb' ist groß, doch nicht so groß,
Es ist mein Herz, das mir den Schlaf entzieht,
Mein treues Herz, das ewig ruhelos,
Für dich besorgt, das Wächteramt versieht.

Ich wache hier, wenn dir die Nacht verrinnt,
Wo ich dir fern, zu dir andre sind.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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