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Sonett 74

Doch sei getrost! Wenn mich der harte Spruch
Des Todes ohne Schonung einst ereilt,
Lebt etwas noch von mir in diesem Buch,
Das zum Gedächtnis ewig bei dir weilt.

Und liest du es, so ist dir offenbart
Der Teil von mir, der sich dein eigen heißt;
Dem Staube wird sein Recht, der Staub, gepaart,
Doch bleibt bei dir der bessre Teil, mein Geist!

Oh, dann verlierst du nichts durch meinen Tod
Als leere Schlacke, nur des Wurms Vermächtnis,
Den Leib, der von der Schurken Dolch bedroht,
Zu widerwärtig ist für dein Gedächtnis.

Was sie umschließt, gibt erst dem Leben Wert,
Das lebt im Lied und bleibt dir unversehrt.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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