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Sonett 76

Was bleiben allen neuen Reizen fern,
Eintönig, ohne Wechsel meine Sänge?
Und warum schiel' ich nicht, wie es modern,
Nach neuer Form und seltnem Wortgepränge?

Was schreib' ich immer gleich und eines nur
Und kleide meinen Sang nach alter Art,
Dass jede Silbe weist auf meine Spur
Und ihren Stamm und Herkunft offenbart?

Muss, Liebster, ich von dir doch immer singen!
Du und die Liebe bist mein ganzer Sang,
Mein Bestes ist, in neue Form zu bringen
Die alte Weise, die schon oft erklang.

Alt ist die Sonne, und doch täglich neu,
So bleibt mein Herz dem alten Liede treu.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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