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Sonett 77

Der Spiegel zeigt, wie deine Reize bleichen,
Der Zeiger deiner Stunden flücht'gen Lauf;
Dies Buch empfange deines Geistes Zeichen,
So steigt aus ihm dir diese Lehre auf:

Bei jenen Runzeln, die dein Spiegel weist,
Wird sich dein Sinn zu offnen Gräbern wenden,
Und wenn die Uhr mit Diebesschritten kreist,
Siehst du die Zeit im Ew'gen sich vollenden.

Vertrau', was dem Gedächtnis kann entschwinden,
Den Blättern an. Einst wirst du wohlbewahrt
Hier wieder deines Geistes Kinder finden,
Die deinem Herzen neue Freundschaft paart;

Dann werden sie, kehrst du dich oft zu ihnen,
Zum Vorteil dir, dem Buch zum Wachstum dienen.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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