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Weimarer Republik

Benannt nach der in Weimar tagenden verfassunggebenden Nationalversammlung, wurde die junge Republik in den Anfangsjahren von einer parlamentarischen Mehrheit aus Sozialdemokratie, Deutscher Demokratischer Partei und Zentrum gestaltet und geprägt.

Die Demokratie funktionierte. Die SPD hatte sich von den revolutionären Vorstellungen der Frühzeit getrennt. Versuche zum radikalen Umsturz der Ordnung in Richtung einer sozialistischen Herrschaft wurden niedergeschlagen.

Das Privateigentum in Industrie und Landwirtschaft blieb unangetastet, und die zumeist antirepublikanisch eingestellte Beamten- und Richterschaft behielt ihre Posten.

Doch schon in den Zwanzigerjahren zeigte sich, wie brüchig die Basis in der Bürgerschaft war.

Wirtschaftskrise, Inflation, Ruhrbesetzung und kommunistische Umsturzbemühungen machten 1923 in einer Situation allgemeiner Verwirrung deutlich, dass in Weimar die Demokraten in der Minderheit waren.

Die folgende wirtschaftliche Erholung führte zu einer politischen Beruhigung.

Und auch außenpolitisch gewann das besiegte Deutschland unter anderem 1925 im Locarno-Vertrag und 1926 durch den Beitritt zum Völkerbund international wieder gleichberechtigten Status.

Für kurze Zeit empfanden Teile der Bevölkerung ihre Situation in Wissenschaft, Kunst und Kultur sogar als „Goldene Zwanziger“. Die Blütezeit war intensiv, aber sie war kurz.

Denn in der neuen Wirtschaftskrise zeichnete sich bereits 1929 der Niedergang der Republik ab.

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung: Auswärtiges Amt
www.auswaertiges-amt.de
Wenn die Informationen dieser Wissenskarte möglicherweise nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen,
können sie auf der Website des Auswärtigen Amtes abgerufen werden:
http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de

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