Kategorie:  Alle    Mensch und Gemeinschaft     Literatur und Sprache     Lyrik     Shakespeares Sonette   

Sonett 82

Vermählt bist du mit meiner Muse nicht,
So darfst du ohne Vorwurf dich entzücken
An Huldigungen, die man im Gedicht
Der Schönheit spendet, um das Buch zu schmücken.

So schön bist du im Äußern wie im Wesen,
Dass dein Verdienst mein Können überragt,
So musst du eine jüngre Kraft erlesen,
Die mehr dem Fortschritt unsrer Zeit behagt.

Und, Liebster, tu's! Doch wenn in seltnen Bildern
Dir tönte ihr gespreizter Überschwang,
So kann dich nur in echter Schönheit schildern
Dein echter Freund mit seinem echten Sang.

Laß brauchen sie der Schminke grobe Zier,
Wo Blut den Wangen fehlt, doch nicht bei dir!

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

  Kategorie:  Alle    Mensch und Gemeinschaft     Literatur und Sprache     Lyrik     Shakespeares Sonette   



Grundschulmaterial.de Lernwerkstatt 10 Der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI 2012 geht an PUSHY!


www.medienwerkstatt.de
Diese Seiten werden kostenlos für Kinder
von der Medienwerkstatt Mühlacker produziert

Copyright © 2004-2021 Medienwerkstatt Mühlacker Verlagsges. mbH. Alle Rechte vorbehalten

Mitglied bei seitenstark.de

Wir sind Mitglied