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Sonett 112

Dein Mitleid deckt das Mal in Liebe zu,
Das Pöbelschimpf auf meine Stirn gebrannt.
Gleich gilt mir Lob und Tadel, hast nur du
Verziehn mein Unrecht und mein Recht erkannt!

Du bist die Welt mir, und allein von dir
Erwart' ich Schmach und Ruhm nach deiner Wahl;
Sonst leb' ich keinem und auch keiner mir,
Der wandeln könnte meinen Sinn von Stahl!

Die Sorge werf' ich in den tiefsten Grund
Um fremde Meinung, und mein Natterohr
Sei taub für Lästrer wie für Schmeichlermund.
Verachten kann ich aller Schmäher Chor,

Denn so bist du ganz meinem Herz geeint,
Dass tot daneben alle Welt erscheint.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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